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Der DSLWEB Marktreport für das 2. Quartal 2010 liegt vor

Die Anzahl der Neukunden auf dem deutschen DSL-Markt schrumpft dramatisch. Die zunehmende Sättigung des Marktes lässt sich am besten aus einem Vergleich der im 2. Quartal 2010 erreichten Neukundenzahl zum Vorjahreszeitraum erkennen. Waren im 2. Quartal 2009 noch 460.000 neue DSL-Anschlüsse zu verzeichnen, so lag deren Zahl mit nur 117.000 im 2. Quartal 2010 doch deutlich unter den Erwartungen.

Damit hat die Zahl der bei den “Großen Sechs” geschalteten Anschlüsse mit 21,63 Millionen einen Wert erreicht, der auch künftig – wenn überhaupt – nur noch äußerst moderat steigen dürfte.

Interessant ist ein Blick auf die Neukunden-Zugänge und Marktanteile der führenden sechs DSL-Anbieter. Nur zwei von ihnen, nämlich die Deutsche Telekom mit 130.000 und o2 mit 19.000 Neukunden hatten im 2. Quartal überhaupt einen Zuwachs zu verzeichnen. Während 1&1 stagnierte, entwickelten sich die Kundenzahlen bei Vodafone mit 6.000, Alice mit 10.000 und Versatel mit 18.000 leicht rückläufig.

Mit dieser Entwicklung konnte die Telekom als Marktführer ihren Marktanteil auf 54,53 Prozent und gleichzeitig ihren Vorsprung vor dem zweitplazierten Anbieter Vodafone weiter ausbauen.

Vodafone hat dabei nach einer langen Phase eines recht kontinuierlichen Anstiegs seiner Kundenzahl erstmals ein Minus zu verzeichnen. Immerhin lässt der Rückgang gegenüber dem 1. Quartal 2010, in dem immerhin noch ein Zuwachs von 55.000 DSL-Kunden zu verzeichnen war, schon aufhorchen.

Als Hauptursache des Umsatzrückgangs im Festnetz-Sektor ist der Boom des mobilen Internets zu sehen. So erreichte dabei beispielsweise Vodafone im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von über 31 Prozent.
Die DSL Anbieter bieten aus diesem Grund zunehmend Pakete an, die neben dem enthaltenen klassischen DSL-Anschluss mit mobilen Sprach- und Datentarifen gekoppelt sind.

Zur Verstärkung dieser Entwicklung wird letztlich auch der Einsatz des Mobilfunk-Standards der LTE-Technik führen, mit dessen Hilfe auf der Basis des mobilen Internet die “Weißen Flecken” in den bisher unterversorgten Gebieten verschwinden sollen.

Neue Fördermaßnahme für innovative Ideen zum Ausbau schneller Internetverbindungen vorgestellt

Mit einem neuen Förderwettbewerb wird das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie den Ausbau schneller Internetverbindungen in ländlichen und kleineren Gemeinden mit maximal 10.000 Einwohnern stimulieren. Damit erhofft man sich einen effektiven Beitrag, um das Ziel des Bundes zur Breitbandversorgung der Bürger bis zum Jahr 2014 erreichen zu helfen.

Das Förderprogramm, das Breitbandprojekte mit Kosten in Höhe von maximal 500.000 Euro und bis zu maximal 90 Prozent der Investitionssumme fördert, stellt dabei einige grundsätzliche Anforderungen an die künftigen Teilnehmer.

So wird es vorrangig für Gemeinden eingesetzt, die bedingt durch ihre Infrastruktur ein derartiges Internetangebot auf normalen Weg für ihre Einwohner nicht realisieren könnten. Dabei müssen sie nachweisen, dass in den nächsten drei Jahren die Errichtung eines schnellen Internetnetzes durch ein privates Unternehmen nicht vorgesehen ist.

Eine weitere Voraussetzung ist der geführte Nachweis, dass die geförderte vorgesehene Lösung auch für eine Umsetzung in anderen Gemeinden geeignet ist.

Die angedachten Lösungen selbst sollen innovative Aspekte zum Aufbau eines schnellen Internets enthalten und müssen bereits vor ihrer Realisierung bei der Bewerbung zur Teilnahme dargelegt werden. Ein Schwerpunkt der Förderungswürdigkeit könnte dabei die Nutzung von bereits vorhandener Infrastruktur oder die Einbeziehung bereits geplanter Bauvorhaben in den Netzausbau sein.

Das Ministerium erhofft sich mit den im Rahmen dieses Förderprojektes bereitgestellten Mitteln zum einen den Netzausbau in besonders benachteiligten Gemeinden und Regionen zu aktivieren und zum anderen die dabei zur Anwendung kommenden Realisierungsschritte als taugliche Modelllösungen weiter empfehlen zu können.

Breitbandausbau im Bundesland Brandenburg kommt voran

Brandenburg zählt bis dato mit dem erreichten Stand der Breitbandversorgung seiner Bürger sicherlich zu den Schlusslichtern in Deutschland. Aus diesem Grund stößt die Initiative der Landesregierung zur Förderung des Ausbaus des Breitbandnetzes auf breite Zustimmung und löst eine rege Inanspruchnahme der dafür vorgesehenen Mittel aus. Von den bisher reichlich einhundert von Städten und Gemeinden eingereichten Anträgen zum Erhalt von Fördermitteln wurden nach Aussage des brandenburgischen Infrastrukturministers Vogelsänger bereits 77 Förderanträge bewilligt.

Dies betrifft unter anderem die der Städte Beelitz, Forst, Luckau, Rathenow und Schwedt ebenso wie die der ländlichen Gemeinden und Ämter Gartz/Oder, Rhinow, Letschin und Wiesenburg.

Der zeitweilige Bewilligungsstopp für die Anträge von Fördermitteln wurde zwischenzeitlich wieder aufgehoben, so dass bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen die von EU, Bund und Land bereit gestellten Mittel weiterhin bewilligt werden können.

Um den Ausbau der Breitband-Internetverbindungen auch in peripheren Gebieten zu ermöglichen, ist die Errichtung von 26 Richtfunkverbindungen geplant, die zu zwei Drittel bereits realisiert sind.
Gegenwärtig wird jedoch ein parlamentarischer Streit zwischen der Opposition und der rot-roten Landesregierung über den Einsatz der verfügbaren Mittel und den bereits erreichten Stand des Ausbaus geführt.

Unabhängig von den dabei konträr geäußerten Standpunkten ist die Versorgung mit dem schnellen Internet in Städten wie Michendorf, KönigsWusterhausen, Wustermark oder Niederleme mit nachweisbarem Erfolg angelaufen. Das Berliner Unternehmen DNS:NET Internet Service GmbH bietet den Einwohnern dieser und weiterer Gemeinden Komplettpakete für Telefon und Internet von bis zu 25 Mbit/s auf der Grundlage eigener Netze und der neu entstandenen Richtfunkverbindungen an.

Sowohl der Anbieter DNS:NET als auch andere Netzbetreiber kündigen den weiteren zügigen Ausbau der Breitbandversorgung im Land Brandenburg an.

Versprechen wirken langfristig nur, wenn sie gehalten werden…

Zu dieser Meinung kommen die an einer COMPUTER BILD-Internetumfrage teilnehmenden Kunden, die den Service ihres DSL-Anbieters im Zeitraum von Juli 2009 bis Juni 2010 hinsichtlich Geschwindigkeit, Verfügbarkeit, Kundenservice, Preis/Leistung und Empfehlung beurteilt haben. Der Schwerpunkt der Bewertung lag mit einem Anteil von 50 Prozent auf der Empfehlung.

An den im vergleichbaren Zeitraum 2008/2009 schlechten Ergebnis haben die zahlreichen Werbeversprechen der meisten DSL-Anbieter nur wenig positives bewirkt.

Über 5500 Teilnehmern der Befragung schilderten ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit ihrem DSL-Provider, die von COMPUTER-BILD ausgewertet und nun in Noten gefasst veröffentlicht wurden.
Fazit: Knapp 60 Prozent der Befragten sind mit ihrem Anbieter unzufrieden und weniger als die Hälfte würde seinen Provider weiter empfehlen.

Insgesamt wurden 15 Provider bewertet. Davon schnitten lediglich zwei mit der Gesamtnote “gut”, sieben weitere mit “befriedigend” und sechs mit “ausreichend” ab. Zwar verbesserte sich die Durchschnittsnote aller Provider geringfügig gegenüber der des Vorjahres, jedoch überwog weiterhin eine oftmals mit erschreckenden Beispielen belegte Unzufriedenheit.

Aus der Befragung ging wie bereits im Vorjahr Unitymedia als Sieger hervor. In den Kategorien Geschwindigkeit, Preis/Leistung und Empfehlung ist der in Hessen und Nordrhein-Westfalen tätige regionale Anbieter absolute Spitze.

Mit deutlichem Abstand zu den nachfolgend Platzierten folgt M-net auf Platz zwei. Dahinter rangiert mit o2 der beste überregionale Anbieter in der Kundenzufriedenheits-Studie auf Platz drei. Die Gesamtnote von 2,71 reicht jedoch nur für ein “befriedigend”.

Rang sechs nimmt die Telekom ein, deren Kunden nur mit deren Verfügbarkeit wirklich zufrieden sind.

Der einstige Sieger unter den überregionalen Anbietern Vodafone, büßte gegenüber der vorjährigen Bewertung fast eine ganze Note und fünf Plätze ein. Noch weiter abgeschlagen landeten 1&1, Alice und Versatel.

Ein abschließender Blick auf die meist genannten Gründe für die Unzufriedenheit der Kunden findet fehlendes Fachwissen und Unfreundlichkeit an der Service-Hotline, kostenpflichtige Service-Rufnummern und teure Sonderrufnummern sowie fadenscheinige Gründe für nicht akzeptierte Kündigungen auf den vorderen Plätzen.

o2 bereitet Pilotbetrieb der ersten städtischen LTE-Netze vor

Im Rahmen der im Mai 2010 beendeten Frequenz-Auktion konnte sich Telefónica o2 Germany neue Frequenzblöcke sowohl im begehrten Frequenzspektrum von 800 MHz als auch im 2,6 GHz-Bereich sichern.
Frequenzen beider Bereiche dienen o2 nunmehr dazu, in zwei Pilotprojekten im München und dem sachsen-anhaltinischen Halle die neue Mobilfunkgeneration des LTE zu erproben.

Auf der Basis der 2,6 GHZ-Frequenzen wird der Pilotbetrieb in München und Halle für mobiles Hochgeschwindigkeitsinternet in enger Zusammenarbeit mit Netzwerkausrüstern und Geräteherstellern ab September vorbereitet und voraussichtlich noch Ende 2010 gestartet. Dabei gehen die für die Long Term Evolution ausgerüsteten Netze vorerst nicht in den kommerziellen Betrieb, sondern werden ausschließlich als Pilotnetze betrieben.

Außerdem werden von o2 der Münchner Vorort Ebersberg und das westlich von Halle gelegene Teutschenthal auf der Basis der 800 MHz-Frequenzen zu zwei weiteren Pilot-Standorten ausgerüstet.
Für alle LTE-Projekte werden die bestehenden Basisstationen umgerüstet, so dass neue Standorte nicht erforderlich sind.

Damit unterstreicht Telefónica seine Rolle als einer der weltweit führenden Entwickler des neuen LTE-Standards. Nach bereits laufenden Feldversuchen in fünf Staaten Europas und Südamerikas werden die deutschen Pilotprojekte sicher weitere wichtige Erkenntnisse liefern. Wann auf den daraus abgeleiteten Grundlagen die ersten Endkunden mit LTE-Produkten versorgt werden können, steht derzeit noch nicht fest.

Sicher ist dagegen bereits, dass LTE künftig mobile Datenübertragungsgeschwindigkeiten ermöglichen wird, die neben der bisherigen Versorgung auch neuen Diensten wie Videotelefonie, Videostreaming oder Gaming den Weg zum Kunden öffnen werden. Gleichzeitig wird damit ein entscheidender Beitrag zum Verschwinden der weißen Flecken auf dem Land geleistet.

Vorgaben der EU für Breitbandausbau stoßen auf Skepsis des deutschen Bundesrates

Eine objektive Betrachtung der Breitbandentwicklung in den größten Wirtschafts- und Ballungszentren unserer Erde offenbart ein für Europa ernüchterndes Ergebnis. Während hier Mitte des Jahres 2009 etwa zwei Millionen Bürger auf sehr schnelle Glasfaser-Internetzugänge zugreifen konnten, waren dies in Nordamerika etwa sieben Millionen Bürger und im asiatisch-pazifischen Raum stolze rund 38 Millionen Menschen.

Diese ernüchternde Tatsache hat die Europäische Union zu einer Vorgabe veranlasst, nach der alle Haushalte in deren Mitgliedstaaten bis zum Jahr 2020 mit einem mindestens 30 MBit/s schnellen Download-Internetanschluss ausgestattet sein sollen. Dabei sollte jeder zweite Haushalt bereits Zugriff auf einen 100 MBit/s schnellen Anschluss haben.

In einer schriftlichen Stellungnahme des Bundesrates vom 09. Juli 2010 lehnt dieser einen derartigen festen gemeinsamen Rahmen für alle Mitglieder der Europäischen Union ab. Zum einen könne die Europäische Kommission den Ländern ihre Pläne zur Entwicklung der Breitbandversorgung nicht vorschreiben, andererseits sei erst einmal abzuwägen, ob eine “verpflichtende Auferlegung für alle Mitgliedstaaten sinnvoll und zielführend” sei. Dabei verweist der Bundesrat auch auf die bis ins Jahr 2014 reichenden Zielstellungen der Bundesregierung, mindestens 75 Prozent der deutschen Haushalte mit einem 50 MBit/s-Anschluss auszustatten.

Ob und wie dies funktioniere sei erst einmal abzuwarten, zumal die finanzielle Beteiligung von Bund und Ländern in den kommenden Jahren auf Grund der angespannten Haushaltslage notwendigen Sparzwängen unterworfen sei.

Erhält Berlins Innenstadt nun doch ein kostenfreies WLAN?

Ein Besuch des Berliner Regierenden Oberbürgermeisters Klaus Wowereit im Motorola-Werkes im Berliner Bezirk Reinickendorf war für ihn der Anlass, das bisher stets gescheiterte Projekt, der Berliner Innenstadt ein freies WLAN zu bieten, wieder auf die Tagesordnung zu setzen.

Wowereit war bei seinem Werks-Besuch vom gemeinsam von Motorola und Unitymedia in Aachen realisierten Projekt eines flächendeckenden WLAN sehr angetan, welches die dortige gesamte Innenstadt mit einem kostenlosen, drahtlosen Internetzugang versorgt.

Ähnlich angedachte bisherige Bemühungen waren in der sich selbst als Weltstadt bezeichnenden deutschen Metropole bisher immer gescheitert. Das letzte derartige Vorhaben, das vom Wirtschaftssenator initiiert wurde, scheiterte am Einspruch der Stadtentwicklungssenatorin, die das mehr als fragliche Argument der Verschandelung des Stadtbildes durch die Vielzahl der benötigten kleinen Antennenkästen dagegen setzte.

Aus diesem Grund sollte ein Einzelfall-Prüfverfahren für die circa 5.000 erforderlichen Standorte derartiger Kästchen angesetzt werden, was sich im konkreten Fall als undurchführbar erwies.
Während das bisher letzte Berliner WLAN-Projekt daran scheiterte, hatte die Stadt Aachen einen Großteil der erforderlichen Sender in den bereits vorhandenen Ampelschaltkästen installieren lassen, wodurch weder das Stadtbild erheblich beeinflusst wurde noch eventuell zu befürchtende technische Störungen zu verzeichnen sind.

Die nunmehr vom Regierenden Bürgermeister Berlins erneut vorgeschlagene ernsthafte Prüfung eines derartigen Projektes, stieß jedoch bereits wieder auf erste zurückhaltende Reaktionen. So äußerte der Sprecher der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung deren Bedenken diesbezüglich, ob sich die Realisierung eines derartigen WLAN-Projektes überhaupt lohne, wo doch die sich rasant entwickelnde Mobilfunktechnik immer günstigere Surfmöglichkeiten für die Verbraucher anbiete.

Mit dieser Taktik, angedachte technische Projekte immer so lange zu verzögern bis sie durch die fortschreitende Weiterentwicklung der Technik als überholt beziehungsweise nicht mehr zeitgemäß beiseite gelegt werden können, wird Berlin sicher nicht auf Dauer seinen Ruf als Weltstadt verteidigen können.

Wird Finnland zum Beispiel für die übrigen EU-Staaten?

Diese Frage wird sich sicher so mancher EU-Bürger stellen, der die Nachricht gelesen oder gehört hat, dass Finnland seit den 1. Juli 2010 ein neues, einklagbares Recht hat.

Demnach besteht ab diesem Stichtag für jeden Bürger Finnlands ein Rechtsanspruch darauf, über einen preisgünstigen Internetzugang mit einer Datenübertragungsrate von mindestens 1 MBit/s verfügen zu können.

Die Verpflichtung, diese Leistung allen Haushalten zur Verfügung zu stellen, wurde von der finnischen Regulierungsbehörde an 26 Telekommunikationsanbieter im Land übertragen.

Damit wird Finnland das erste Land der EU, dass einen Breitbandzugang von mindestens 1 MBit/, zum Pflichtzugang für jeden Bürger des Landes festlegt. Die Einhaltung des Gesetzes wird durch die Regulierungsbehörde kontrolliert.

Nun wird dieser einklagbare Universaldienst gegenwärtig keine all zu großen Probleme in Finnland erzeugen. Verfügen doch bereits über 96 Prozent aller Finnen über einen derartigen Internetanschluss. Interessant erscheint dagegen vor allem die Ankündigung der zweiten Stufe dieser Regelung, nach der bis zum Jahr 2015 99 Prozent allen finnischen Haushalten ein Internetzugang mit 100 MBit/s in einem Radius von zwei Kilometern geboten werden soll.

Die sicher nicht ganz geringen Investitionskosten für den Ausbau dieses Hochgeschwindigkeitsnetzes übernehmen in einer Höhe von bis zu zwei Drittel Finnland und die Europäische Union.

In einer parallel zur Einführung des Gesetzes veröffentlichten Erklärung der finnischen Kommunikationsministerin wird dazu ausgeführt, dass der Rolle des Internets im täglichen Leben der Finnen eine große Bedeutung zukommt, die sich nicht auf reine Unterhaltung reduziert, sondern vor allem der weiteren Entwicklung einer modernen Informationsgesellschaft dient.

14 Thesen des Innenministers zur weiteren Netzpolitik

In der vergangenen Woche hat sich der Innenminister Thomas de Maiziére in einer von der IT-Branche mit großer Zufriedenheit aufgenommenen Rede zur künftigen Internetpolitik geäußert.

Dabei wurden von ihm 14 Thesen vorgestellt, in denen die weitere Entwicklung der Rechtsordnung zum Internet betrachtet wird. Tendenziell sollten dabei die Werte wie Freiheit, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung über die von Reglementierung oder staatliche Einflussnahme dominieren.
Die Nutzung bestehenden Rechts und die der Selbstregulierungskräfte sollten dabei im Vordergrund stehen.

Der Minister hob hervor, dass der einzelne Bürger die Kontrolle über seine Daten ausüben müsse und dabei gegenseitiger Respekt und Rücksichtnahme gewahrt werden muss.

Gegen die von manchen geforderte schrankenlose Anonymität bezog er in der Weise Stellung, dass er darauf verwies, dass jeder Bürger Namen, Adresse und Gesicht habe und zeige und trotzdem davon ausgehen könne, im normalen Alltagsleben unbeobachtet zu handeln. Dieses Prinzip müsse auch im Internet bestehen bleiben, wobei die Frage der Verhältnismäßigkeit nicht außer Acht gelassen werden darf.

Zur künftigen Gefährdungshaftung der Internetanbieter schlug de Maiziére vor, diese weniger in Bezug auf Inhalte als auf die Verkehrssicherheit mit Beweislastumkehr in Betracht zu ziehen. Dies würde eine künftige Haftung der Anbieter für ihre Nutzer bedeuten, falls sie diese nicht identifizieren könnten.

Kriminalität im Internet sollte mit den Mitteln bestehender Eingriffsbefugnisse bekämpft werden, wobei der Staat in der Lage sein müsse, den damit verbundenen Anspruch tatsächlich erfüllen zu können.

Der verpflichtende Zugang des Bürgers zur Verwaltung auf rein elektronischem Weg wird abgelehnt; die herkömmliche Form müsse erhalten bleiben. Der Datenaustausch zwischen Unternehmen und der Verwaltung müsse sicher und ohne Störungen durchgeführt werden können und größtmögliche Transparenz bieten.

Diese und weitere in 14 Thesen gefasste Standpunkte des Ministers schließen eine Dialogrunde zur Netzpolitik ab, an der unter anderem neben Datenschützern und Vertretern aus Wissenschaft und Verwaltung auch Vertreter der digitalen Bürgerrechtsbewegung teilnahmen.

Studie zum Surf-Verhalten der Deutschen

Von Januar bis März 2010 wurde von der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung eine Studie initiiert und durchgeführt, bei der das Nutzerverhalten von über 100.000 Bürgern der deutschsprachigen Bevölkerung über 14 Jahre untersucht wurde. Demnach sind mit 50,7 Millionen Menschen knapp 72 Prozent der Gesamtbevölkerung im Web unterwegs.

Mit circa 70 Prozent überwiegt dabei der Anteil derer, die ausschließlich oder überwiegend privat im Netz surfen. Knappe 20 Prozent nutzen des Internet überwiegend beruflich. Beim Rest vermischen sich private und berufliche Nutzung.

Mit Abstand am häufigsten wird die Nachrichtenübermittlung per E-Mails in Anspruch genommen. Es folgen das Abrufen regionaler Nachrichten und das Online Banking.

Bei der Altersverteilung ist ein relativ klares Übergewicht der jüngeren Generation zu verzeichnen, wobei die Gruppe der 20- bis 29-Jährigen eindeutig dominiert. Nur weniger als 50 Prozent der über 60-Jährigen beschäftigt sich mit dem Surfen im Internet. Der Anteil von im Internet surfenden Männern zu Frauen liegt bei 53,7 zu 46,3 Prozent.

Beliebteste Online-Portale sind T-Online des Anbieters Deutsche Telekom sowie WEB.DE und Yahoo. MSN.de und GMX folgen auf den Plätzen vier und fünf.

Spitzenreiter in der Kategorie der Internet-Suche sind Bücher gefolgt von Urlaubs- und Last-Minute-Reisen und Eintrittskarten für unterschiedliche kulturelle und sportliche Veranstaltungen. Allerdings ergab die Studie dabei, dass trotz eines hohen Recherche-Anteils die Buchung von Urlaubsreisen vorrangig in den Reisebüros vor Ort erfolgt, wogegen Hotelbuchungen anteilig öfter im Web vorgenommen werden.

Neuer Ethernetstandard IEEE 802.3ba

Der gegenwärtig existierende Standard für Ethernetnetzwerke auf Basis der IEEE-Norm 802.3 wird nunmehr durch einen neuen jedoch auch kompatiblen Standard 802.3ba erweitert.

Während Ethernet 802.3 mit maximal 10 GBit/s arbeitet, legt der neue Standard gleich zwei Geschwindigkeiten, nämlich 40 GBit/s und 100 GBit/s fest. Damit werden die Ziele verfolgt, sowohl der weiteren Verbreitung des Ethernet mit 10 GBit/s voran zu helfen, als auch die Entwicklung neuer Technologien zu ermöglichen.

Darunter könnten eine neue Generation von Serveranbindungen ebenso fallen wie die Entwicklung schnellerer Coreswitches, die als verbindende Elemente in Computer-Netzwerken einen sehr hohen Datendurchsatz aufweisen müssen.

Da die Übertragung von 10 GBit/s des Ethernetstandards 802.3 über Kupferkabel schon als grenzwertig galt, wurde der neue Standard 802.3ba auch für den Transport der entsprechenden Verbindungen über Glasfaserkabel ausgelegt. Allerdings ist mit der Weiterentwicklung der Chip-Generationen auch die künftige Verwendung von Kupferkabel für das 100 GBit-Ethernet nicht auszuschließen.

Die zum neuen Standard gehörende Geschwindigkeit von 40 GBit/s ist als eine Art Zwischenschritt zu betrachten, der zum schnelleren Erreichen der technisch anspruchsvollen 100 GBit/s beitragen soll. Auch galt es dabei die für diese Geschwindigkeit notwendigen physikalischen Schnittstellen zu schaffen.

Eine nahe liegende Anwendung könnte das 100-Gigabit-Ethernet in Netzverbunden im Internet-Backbone der nächsten Generation finden.

Primacall verlost Flachbildfernseher mit Blu Ray Recorder

Bei dem Berliner DSL Anbieter primacall läuft aktuell eine Gewinnspielaktion, bei der ein Full HD Fernseher zusammen mit einem Blu Ray Recorder verlost wird.

prima LG-Paket gewinnen

Das Multimedia-Paket, bestehend aus einem LG Plasmabildschirm, LG Blu-Ray-Recorder und 1500 DVD-Rohlingen hat einen Gesamtwert von 2.300 Euro!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, muss man kein Kunde bei primacall sein.

Primacall bietet neben normalen DSL- und VDSL Anschlüssen auch Mobilfunklösungen an. Die DSL Anschlüsse mit 16.000 kBit/s im Downstream beginnen bei einem monatlichen Preis von 19,95 Euro. Je nachdem, welche Inklusivleistungen zusätzlich gewünscht werden, geht der monatliche Preis hoch bis zu 39,95 Euro. Dort sind dann neben einer Telefonflatrate ins deutsche Festnetz auch eine Festnetz-Flatrate in verschiedene Länder inklusive.

Breitbandausbau in Kooperation mit Energiekonzernen nimmt konkrete Formen an

Im Sommer des zurückliegenden Jahres ließ eine Meldung der Deutschen Telekom aufhorchen, die sich mit Gedanken zur Perspektive des Ausbaus eines großflächigen Highspeednetzes beschäftigte. Dabei wies die Telekom auf den enorm hohen Kostenanteil von etwa 80 Prozent für Tiefbauarbeiten hin, der dazu führen könnte, dass die erforderlichen Gesamtkosten von der Telekom allein nicht aufgebracht werden könnten.

Als eine mögliche Alternative nannte daraufhin der Präsident der Bundesnetzagentur ein bereits in der Schweiz angewandtes Modell, bei dem die Energiekonzerne bei ihren Tiefbauarbeiten Glasfaserkabel mit verlegen und diese anschließend an die Telekommunikationsanbieter vermieten.

Eine solche Kooperation mit Energieversorgern auch in Deutschland begrüßte damals vor allem die Deutsche Telekom.

Im Januar 2010 wurde diese Form der Zusammenarbeit schon einmal für neun norddeutsche Städte zwischen der Telekom und EWS für den gemeinsamen VDSL-Ausbau vereinbart.

Nun wird berichtet, dass das Bundesland Rheinland-Pfalz sich mit dem Energieversorger RWE auf eine derartige strategische Zusammenarbeit verständigt hat. In elf Landkreisen des nördlichen Rheinland-Pfalz soll damit die Breitbandversorgung des ländlichen Raumes beschleunigt werden. Bei den dortigen geplanten umfangreichen Investitionen zur Erweiterung der Energieinfrastruktur durch RWE in den nächsten Jahren, sollen Breitbandkabel mit in die Trassen verlegt werden.

Bereits im Juni dieses Jahres wird ein solches Pilotprojekt zur Breitbandverkabelung in zwei Gemeinden im Rhein-Hunsrück-Kreis gestartet, aus dessen gewonnenen Erfahrungen über zu berücksichtigende Regulierungsfragen bei der Kooperation und auf die weitere gemeinsame Planung geschlossen werden kann.

Dabei erzielte Kosteneinsparungen und Synergien könnten zu einer verstärkten derartigen Zusammenarbeit in ganz Deutschland führen.

o2 erlässt Anschlusspreis für seine DSL Komplettpakete

Seine drei DSL Komplettpakete bietet O2 für Abschlüsse bis zum 31.05.2010 ohne den sonst üblichen Anschlusspreis in Höhe von 49 Euro an. Dies gilt sowohl für Verträge mit 24 Monaten Mindestvertragslaufszeit als auch für Verträge ohne Mindestlaufzeit.

O2 DSL Komplett mit bis zu 2 Mbit/s für monatlich 25 Euro, O2 Komplett Plus mit bis zu 6 Mbit/s für monatlich 30 Euro und O2 Komplett Premium mit bis zu 16 Mbit/s für 35 Euro pro Monat bieten dafür jeweils eine unbegrenzte Internet-Flatrate und die Telefon-Flatrate ins deutsche Festnetz.

Die Pakete Komplett Plus und Komplett Premium bieten darüber hinaus verschiedene zusätzliche kostenfreie Leistungen im Mobilfunknetz, das Paket Komplett Premium noch eine internationale Internet-Flatrate.
Wer sich für den Abschluss eines Vertrages mit einer Laufzeit von 24 Monaten entscheidet, erhält für die ersten vier Monate die jeweilige Grundgebühr erlassen.

Einige weitere Aktionen laufen bei O2 im Mobilfunkbereich und beim mobilen Internet. So wird für Abschlüsse im Mobilfunk-Tarif O2 o bis zum 25.05.2010 eine Gutschrift über 25 Euro gewährt.
Wer einen O2 Surfstick für das mobile Internet erwirbt, kann diesen einen Monat unverbindlich testen und spart beim Kauf bis zum 31. Mai den Anschlusspreis in Höhe von 25 Euro.

Viele .de Domains nicht erreichbar

Am heutigen Mittwoch gab es eine Störung der Denic Nameserver. Dies führte dazu, dass viele .de Domains nicht erreichbar waren.

Zwischen 13:30 und ca. 15:10 Uhr beantworteten die Nameserver der zentralen Registrierungsstelle für .de Domains (Denic) die Anfragen zur Auflösung der Domains falsch. Das hatte zur Folge, dass ein Großteil der .de Domains im Internet nicht erreicht werden konnte.

Die Nameserver sind dafür zuständig, Domainnamen wie z. B. www.telekom.de “aufzulösen”, d. h. es ist eine IP zu dieser Domain hinterlegt. Die Anfrage an “www.telekom.de” wird dann an den Host mit dieser IP weitergeleitet. Die Weiterleitung wurde von den .de-Rootservern gar nicht bzw. fehlerhaft beantwortet.

Das Problem wurde laut der Denic bereits behoben und die Nameserver funktionieren wieder. Es können sich allerdings noch fehlerhafte Antworten im Cache befinden, so dass manche .de Domains noch einige Minuten lang nicht erreichbar sein können.