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Online-Portale von Providern nur mittelmäßig

Frankfurt/Main – Wie eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Bearingpoint zeigt, bieten gerade einmal 28 Prozent aller Provider ihren Kunden ein qualitativ gutes online-Portal – dabei ist es egal, ob es um DSL, Festnetz, Kabel oder Mobilfunk geht.

Die Internetauftritte von 39 Telekommunikationsanbietern wurden anhand von 70 Prüfkriterien unter die Lupe genommen. Die Kabelanbieter schnitten dabei am schlechtesten ab, die Mobilfunk-Provider am besten.

Verbesserungen nötig

Einen befriedigenden Umfang an Informationen bieten immerhin rund 70 Prozent der Provider, 17 Prozent wurden sogar mit „gut“ benotet. Positiv bewertet wurden das Vorhandensein von FAQs, Datenschutzhinweisen und die Auffindbarkeit von Produkt- und Leistungsinformationen. Die Berater von Bearingpoint waren dagegen enttäuscht, dass oft personalisierte Informationen oder die Möglichkeit zur Abgabe von Produktbewertungen oder Kaufempfehlungen fehlte.

Leichte Bedienbarkeit gut

Durch eine übersichtliche, funktionale und barrierefreie Gestaltung, den Gebrauch einfacher Sprache und aktuelle Informationen machen es 52 Prozent der Anbieter ihren Kunden aber leichter. Darunter fallen auch eine für mobile Internetgeräte optimierte Darstellung der Seite und die Kontakt- und Beschwerdeoptionen. Als Verbesserungsvorschläge führten die Berater produktbezogene Diskussionsforen, Verlinkungen zu Online-Communities oder erweiterte Suchfunktionen an.

Preise für Telekommunikation 2010 gesunken

Im Jahr 2010 sank der Preis für Telefonieren für die Verbraucher um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Verbindungspreise für Handys wurden deutlich preiswerter. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gaben dank des regen Wettbewerbs der Komplettangebote für telefon- und DSL-Anschlüsse in Verbindung mit Flatrates auch hier die Preise um 1,8 Prozent nach.

Am Donnerstag verkündete die Behörde in Wiesbaden, dass der Verbraucherpreisindex für Telekommunikation im vergangenen Jahr rund 2 Prozent unter dem Wert von 2009 lag. Bei Handys wurden Preissenkungen von 2,8 Prozent verzeichnet – davon betroffen waren aber nicht nur die Verbindungspreise, sondern auch die Preise für mobile Datendienste.

Wettbewerb drückt Preise

Bei den Festnetz- und Internetangeboten betrug die Senkung 1,8 Prozent. Dazu hat vor allem der Wettbewerb mit seinen vielzähligen Komplettpreisangeboten für Telefon- und DSL-Anschlüsse in Kombination mit Flatrates beigetragen. Festnetztelefonate, die nicht durch eine Flatrate abgedeckt waren verteuerten sich dagegen gering um 0,2 Prozent.

Preise in 5 Jahren deutlich gesunken

Noch deutlicher werden die sinkenden Preise bei einem Vergleich des Verbraucherpreisindices von 2005 mit 2010. Allgemein sanken die Preise in diesem Zeitraum um 10,6 Prozent, wobei die Preise für Telefondienstleistungen im Festnetz und für das Internet um 8,4 Prozent und die für Handytelefonate und Datennutzung sogar um 17,2 Prozent sanken.

Wie man den Anbieter richtig wechselt

Der Wechsel des Internet- und Telefonanbieters ist nicht schwer, dennoch sollte man einiges beachten. So lassen sich schnell ein paar Euro pro Monat sparen, zudem locken die meisten mit attraktiven Wechsel-Gutschriften. Hier finden Sie einige wichtige Informationen, damit der Wechsel gelingt.

Bevor man sich ans Wechseln macht, empfiehlt es sich sein Nutzungsverhalten zu beurteilen. Schließlich muss man nichts buchen, was man dann nicht nutzt – zum Beispiel Entertainment-Pakete, wenn man sowieso kaum Fern sieht. Im Allgemeinen sind die meisten Kunden aber mit einer Doppelflatrate gut beraten. Dabei kann man unbegrenzt surfen und telefonieren und zahlt einen Festpreis, der aktuell im günstigsten Fall bei 20 bis 25 Euro pro Monat liegt.

Das Kleingedruckte nicht vergessen

Doch wie geht man nun vor? Geht man in einen nahegelegenen Shop, wechselt man online oder doch besser über die Hotline? Am besten entscheidet man sich entweder für den Gang in einen Shop des Anbieters oder den Online-Wechselservice. Dadurch hat man einen direkten Ansprechpartner und kann sich schriftlich (über den E-Mail-Verkehr) absichern. Online winken Wechselwilligen attraktive Prämien, entweder in Form von monatlichen Vergünstigungen oder Einmalzahlungen. In jedem Fall sollte man sich aber das Kleingedruckte durchlesen. Andernfalls kann man ganz schnell kostenpflichtige Zusatzoptionen zubuchen – nur weil man vorschnell etwas angeklickt hat.

Daten überprüfen

Zum Abschluss überprüfen Sie nochmals alle Angaben auf ihre Richtigkeit. Dies gilt in besonderem Maße für die Kündigung. Nur wenn alle Angaben mit denen des alten Anbieters übereinstimmen, kann der Vorgang zügig abgewickelt werden. Andernfalls kommt es schnell zu ärgerlichen Verzögerungen. Die Kündigung sollten Sie übrigens nur durch den neuen Provider vornehmen lassen, nicht dass Sie plötzlich ohne Telefon und Internet dastehen.

Beim Preisvergleich sollte nicht nur auf die Tarif-Preise geachtet werden, sondern auch auf die Kosten für Hardware, einmalige Anschlussgebühren und Preise, die nicht durch die Flatrates abgedeckt werden, erklärt ein Fachmann.

DSL-Ausbau in Merching wird höchstmöglich gefördert

Merching – Bei der ersten Sitzung des Gemeinderats im neuen Jahr konnte Bürgermeister Martin Walch eine frohe Botschaft verkünden. Die Kommune erhält für die Schaffung einer schnellen Internetanbindung die höchste Förderstufe. Walch erklärte, dass die Regierung von Schwaben einen Zuschuss von 100.000 Euro bewilligt hat.

Standortvorteil durch DSL

Für den DSL-Ausbau in Merching und Steinach muss die Gemeinde nun noch eigenen Mittel in Höhe von knapp 162.000 Euro aufbringen. Gleichzeitige bedankte sich der Bürgermeister bei der Sitzung beim Ratsmitglied und EDV-Beauftragten Helmut Luichtl für die umfangreiche Vorarbeit. Ebenfalls hocherfreut zeigte sich der zweite Bürgermeister, Peter Tomaschko, und sprach von einem „gewaltigen Standortvorteil“. Denn gerade in der heutigen Zeit sei eine schnelle Internetverbindung genauso wichtig wie der Kanal- und Straßenbau. Auch für die Gemeindeverwaltung werde sich das positiv auswirken, erklärte der geschäftsleitende Beamte Bernhard Frank. Künftig sollen die beispielsweise die Flurkarten nicht mehr in Papierform existieren, sondern am PC herunter geladen werden können.

Abschluss bis Mitte 2012

Die Arbeiten zum Ausbau der Breitbandversorgung via Glasfaser sollen bis spätestens Mitte 2012 abgeschlossen sein. Die Ratsmitglieder stimmten einem entsprechenden Vertrag mit der Firma Miecom-Netzservice GmbH einstimmig zu. Dazu werden elf Verteilerkästen im Gemeindegebiet aufgestellt. Laut Miecom-Fachmann Tobias Miessel wird ein späterer Ausbau unproblematisch sein. Während der Sitzung erklärte er alle technischen Einzelheiten. Im Falle einer Insolvenz oder Aufkündigung des Vertrages erhält Merching ein Vorkaufsrecht, um das Netz selbst zu betreiben, fügte Miessel hinzu. Des Weiteren wird ein gesonderter Gestattungsvertrag für die Nutzung öffentlicher Wege und Straßen, welche Eigentum der Gemeinde sind, geschlossen.

Internetnutzung: Erhebliche Unterschiede festgestellt

Mannheim – Nach wie vor sind es hauptsächlich die jungen Leute, die in Deutschland das Internet nutzen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Forschungsgruppe Wahlen hervor. Demnach betrug die Online-Nutzung der 18- bis 24-jährigen im letzten Quartal 2010 99 Prozent. Gemessen an der Gesamtbevölkerung nutzen 74 Prozent regelmäßig das Internet.

Mehr Männer nutzen das Internet

Laut den am Donnerstag in Mannheim veröffentlichten Unterlagen liegen die größten Unterschiede weiterhin innerhalb der Altersgruppen. Während fast 100 Prozent der jungen Erwachsenen das Netz nutzen, sind es bei den über 60-jährigen gerade einmal zwei Fünftel. Unterschiede wurden auch zwischen den Geschlechtern festgestellt: mehr Männer (80%) als Frauen (68%) surfen durch die digitale Welt.

Anhänger der Grünen und FDP liegen vorn

Noch deutlicher klafft die Lücke beim Bildungsgrad. 94 Prozent der Abiturienten sind mit dem Internet vertraut, während es bei den Hauptschulabsolventen ohne Lehre nur 42 Prozent sind. Bei der Parteipräferenz gab es laut der Forschungsgruppe Wahlen nur eine geringe Differenz. Hauptsächlich nutzen die Anhänger der Grünen (84%) und der FDP (82) das Netz, gefolgt von denen der Linken (76%), der Union (73%) und der SPD (72%). Für die Studie wurden 4.006 Deutsche über 18 Jahren befragt.

Auch DSL-Verträge haben eine Kündigungsfrist

Viele Verbraucher sind irrtümlich der Meinung, dass sie ihren DSL-Vertrag jeder Zeit kündigen können. Das ist aber nur in den wenigsten Fällen tatsächlich möglich. Die meisten Verträge sind an eine Laufzeit von 24 Monaten gebunden und können nur innerhalb der vertraglich geregelten Kündigungsfrist beendet werden.

Anbieter wechseln

Dies liegt in der Regel zwischen 4 Wochen und 3 Monaten. Hat man sie verpasst, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein weiteres Jahr. Genaue Informationen zu Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist finden Nutzer in ihrem Vertrag. Ein Vergleich mit anderen Anbietern lohnt sich, wenn der eigene Vertrag ausläuft. Oftmals ist dann nämlich der Paktpreis zu hoch oder der Leistungsumfang hinkt hinter anderen Angeboten zurück. Wenn man zu einem anderen Anbieter wechselt, spart man sich auch noch das Schreiben der Kündigung. Darum kümmern sich nämlich gern die Mitarbeiter des neuen Providers.

Rufnummer mitnehmen

Ein weiterer Vorteil: oft kann die Rufnummer gleich mitgenommen werden. Dazu muss aber der neue Anbieter unbedingt eine Rufnummern-Portierung beim alten Provider beantragen. Kündigt man also seinen DSL-Vertrag selbst, ist dies nicht möglich. Die Rufnummern-Mitnahme kann direkt beim Bestellprozess beantragt werden. Meist muss dann ein Formular zur Portierung ausgefüllt werden.

Winter verzögert DSL-Ausbau im Markgräflerland

Bad Bellingen – Auf Grund der enormen Schneefälle im Dezember wurde nicht nur der Verkehr ausgebremst, auch die Arbeiten der Telekom an der neuen DSL-Glasfaserleitung von Schliengen nach Rheinweiler wurden behindert. Aus diesem Grund hat nun auch Vodafon Probleme mit der Einhaltung von Terminen.

Verzögerungen durch Wintereinbruch

Die Sachlage wurde bei der Tagung des Bad Bellinger Gemeinderats am Montag wie folgt zusammengefasst: Bad Belklingen und Bamlach werden künftig durch Vodafon mit einer schnelleren Internetverbindung versorgt. Die erforderliche Glasfaserleitung wird entlang der Bahnlinie verlegt, die das Unternehmen unterhält. Rheinweiler wird dagegen von der Telekom selbst versorgt – künftig sollen Downloadgeschwindigkeiten von 15 MBit möglich sein. Dazu wird das Kabel, welches von Schliengen nach Rheinweiler gelegt wird, benötigt. Es soll entlang der Römerstraße über die Felder nach Bamlach und am Campingplatz vorbei gelegt werden. Bürgermeister Christoph Hoffmann erklärte, dass man sich bewusst dafür entscheiden habe, um die frisch reparierte B3 nicht wieder aufreißen zu müssen.

Die schnelleren Verbindungen sollten eigentlich ab Januar oder Februar anliegen, aber das Winterwetter machte einen Strich durch die Rechnung. Nicht ganz ernst gemeint erklärte der Bürgermeister: “Wenn Sie bauen, werden Sie feststellen, dass die Unternehmen immer eine große Entschuldigungspalette an Begriffen parat haben, warum etwas nicht termingerecht klappt.” Sowohl Technik als auch Stromanschlüsse würden bereit stehen.

Zwei Varianten möglich

Mit einer Downloadgeschwindigkeit von zwei MBit steht Hertlingen bislang noch am besten da. In Zukunft könnten Verbraucher hier zwischen zwei Varianten entscheiden: schnelleres Internet ist zum einen über die LTE-Technik möglich. Ein entsprechender Funkmast steht in der Nähe der B3 bei Hertlingen. Vodafon hat bereits Interesse angemeldet, müsste aber wegen Überschneidungen mit Frankreich ein paar Vereinbarungen treffen. Diese Variante sei vor allem für Hertlinger Unternehmen interessant, für Privatnutzer seien die zwei MBit ausreichend, erklärte der Gemeinderat.

Sollte die Kapazität des von der Telekom gestellten Telefonnetzes nicht mehr ausreichen, käme sie als zweite Möglichkeit ins Spiel. Schon durch die neuen Häuser am Hebelhof könnte dies der Fall sein – es müssten zu den vorhandenen 180 Hertlinger Anschlüssen nur noch 50 dazu kommen. Hoffmann erklärte, dass Hebelhofbesitzer Heinz Wolters rechtzeitig Anträge stellen könnte, damit die Telekom auf die mögliche Netzüberlastung aufmerksam wird. Alternativ könnte dann ein Leerrohr verlegt werden, welches den Haushalt jedoch mit 70.000 Euro belasten würde.

2011 – was könnte das neue Jahr bringen?

Zum einen scheint der endgültige, vor allem gedankliche Abschied vom “Festnetz” als einheitliches und zentrales Telekommunikationsnetz fest zu stehen. Die Vielzahl der angewandten Technologien, die damit in Zusammenhang stehenden mehr oder weniger festen Netze und die Tatsache, dass im Jahr 2011 sich der ehemalige Monopolist Deutsche Telekom mit dem Aufbau seines LTE-Netzes nun selber im Festnetz Konkurrenz zu machen beginnt, lässt das einheitliche Festnetz nun wohl endgültig verschwinden.

Was aber wird aus einer angedachten Neuverteilung von Frequenzen zur Erhöhung der Chancengleichheit der einzelnen Wettbewerber?

Laut Aussage des Präsidenten der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, laufen die dahin führenden Prüfungen bereits auf Hochtouren, wobei in deren Ergebnis für Mitte 2011 die längst überfällige Umverteilung der Frequenzen zu erwarten sei. Als ersten Schritt hierzu könnte wohl die nach einer Information von Welt Online von der Bundesnetzagentur an E-Plus erteilte Genehmigung gelten, am LTE-Ausbau nun doch teilhaben zu dürfen. Hierfür sollen Frequenzen aus dem bisher für Sprachtelefonie genutzten 900-Megahertz-Frequenzbereich für bestimmte Standorte freigegeben worden sein.

Schließlich kursiert da noch ein Vorschlag aus den letzten Tagen des zurückliegenden Jahres. In diesem schlägt der Geschäftsführer des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste, Karl-Heinz Neumann vor, dass pro Anschluss und Monat eine Abgabe von einem Euro erhoben werden solle, die dem Ausbau eines leistungsfähigen Glasfasernetzes zugute kommen solle. Mit dieser Abgabe, die die Nutzer als Gegenleistung für die in letzter Zeit zu günstigeren Konditionen angebotenen Netzanschlüsse betrachten sollten, könnte ein Zuschuss von jährlich etwa 1,8 Milliarden Euro aufgebracht werden, der zusammen mit dem bereits geplanten Investitionsvolumen in fünf Jahren den erforderlichen Betrag für den Glasfaser-Ausbau sichern könnte.

Zum Schluss sei noch eine Frage zur verabschiedeten Breitbandstrategie der Bundesregierung aufgeworfen. Wie effektiv wirken die konkreten Ausbauziele, wenn keinerlei Konsequenzen für den Fall deren Nichteinhaltung vorgesehen sind? Ein erstes ungutes Gefühl wirft die Beantwortung dieser Frage bei Betrachtung des bis Ende 2010 erreichten Standes der Beseitigung der “weißen Flecken” auf.

Breitband für alle sei zum Sparpreis nicht zu haben…

Dies ist die Grundaussage des Telekom-Chefs René Obermann, die dieser wenige Tage vor Weihnachten in einem in der FAZ veröffentlichten Kommentar machte. Der Chef des ehemaligen Telekommunikations-Monopolisten kritisierte dabei vor allem die seiner Meinung nach zu starke Regulierung des Marktes durch Eingriffe der europäischen und deutschen Regulierungsbehörden und forderte einen baldigen Kurswechsel in der Regulierungspraxis.

Obermann vertrat die Meinung, dass das von der Bundesregierung anvisierte Ziel der Breitbandstrategie, bis zum Jahr 2014 mindestens 75 Prozent aller Haushalte mit Übertragungsraten von 50 Megabit pro Sekunde oder mehr nur mittels Investitionen in einer Größenordnung von bis zu 40 Milliarden Euro zu erreichen sei.

Würden unter Beachtung dieser Aussage jedoch weiter wie bisher die Entgelte für die Verbraucher gesenkt, ergeben sich für die Unternehmen kaum Anreize für Investitionen in dieser Größenordnung, da ihnen keine Sicherheit für die daraus entstehenden Einnahmen und die damit verbundenen Rahmenbedingungen gegeben sei.

Notwendig sei es hingegen, dass der Gesetzgeber gezielte Investitionsanreize schaffe, die durch stabile Rahmenbedingungen längerfristig bestand hätten. Dabei müssten den Investoren die Möglichkeiten erhalten bleiben, Teile des Investitionsrisikos auf die Mitnutzer zu übertragen und die Bedingungen des gegenseitigen Netzzuganges ohne Eingriff der Regulierungsbehörden auszuhandeln.

Mit diesen Aussagen vertritt René Obermann offensichtlich vor allem hauseigene Interessen, die sich wohl auch auf die gegenwärtig geführte Debatte um die TAL-Entgelte, die Mietgebühr für die Verbindung von der Ortsvermittlungsstelle zum Netzanschluss des Kunden, beziehen.

Während ein Teil der an der Diskussion Beteiligten eine weitere Reduzierung der Mietgebühr ablehnt, weil dadurch die Refinanzierung der teuren Glasfasernetze nicht möglich werde, fordern vor allem die meisten Wettbewerber der Telekom deren weitere Senkung, um damit die Mieteinnahmen der Telekom zu verringern und sie auf diese Weise indirekt zu mehr Investitionen für den Netzausbau zu zwingen.

Vielleicht würde ein klug ausgehandelter Mittelweg zu einer für alle akzeptablen Lösung führen, mit der sowohl die künftigen Nutzer als auch die Investoren und deren Wettbewerber gut leben könnten.

Breitbandanschlüsse – ihre Entwicklung und Fragen der Sicherheit

Das Statistische Amt der Europäischen Union hat im Abstand von vier Jahren wieder einmal die Entwicklung der Internetnutzung in den 27 Ländern der EU plus Norwegen, Kroatien und der Türkei untersucht. Dabei konnte festgestellt werden, dass sich die Zahl der Breitband-Internetzugänge in diesem Zeitraum verdoppelt hat. Betrug deren Verbreitung im Jahr 2004 gerade einmal 15 Prozent, stieg sie im Jahr 2006 auf 30 Prozent und erreichte nun im Jahr 2010 61 Prozent.

Diese Zahlen beziehen sich jeweils auf die mit einem Breitbandanschluss ausgestatteten Haushalte.
Unverändert nehmen die skandinavischen Länder dabei die Spitzenränge ein. So können Schweden und Norwegen mit stolzen 83 Prozent und Dänemark mit 80 Prozent aufwarten.

Hinter der Niederlande liegt Deutschland mit einer 75prozentigen Ausstattung der Haushalte immerhin auf Rang sechs dieser Erhebung. Schlusslichter sind Bulgarien und Rumänien mit 26 beziehungsweise 23 Prozent.

Bei Anerkennung der rapiden Entwicklung der Versorgung mit DSL-Anschlüssen ist immer noch zu verzeichnen, dass in Deutschland ein Viertel der Haushalte noch keine Möglichkeit hat, an das Breitbandnetz angeschlossen zu werden. Dieser unbefriedigende Zustand soll nun vor allem durch die Nutzung der neuen LTE-Technologie spürbar verbessert werden.

Die Untersuchung zur Internetnutzung durch Eurostat widmet sich unter anderem auch dem erreichten Standard von deren Sicherheit. Die regelmäßige Nutzung der verfügbaren Sicherheitsprodukte weist dabei einen unbefriedigenden und somit bedenklichen Zustand auf. Während zwar rund zwei Drittel aller Internetnutzer ein Antiviren- oder Antispyware-Programm zum Einsatz bringen, nutzen weniger als die Hälfte eine Firewall und nur etwa ein Drittel einen Spamfilter.

Das wenigste Augenmerk wird auf die regelmäßige Datensicherung gelegt, die nur etwa 20 Prozent aller Nutzer vornimmt.

So ist es nicht verwunderlich, dass jeder dritte Befragte von Problemen mit Computerviren berichtet, mehr als die Hälfte unerwünschte Spam erhielten und Vorkommnisse wie Phishing oder Kreditkartenmissbrauch noch viel zu oft zu finanziellen Verlusten bei den Nutzern führen.

Internetanbieter.info wünscht ein frohes Fest

Wir wünschen unseren Lesern ein frohes und friedvolles Weihnachtsfest!

Lassen Sie ein paar Tage die Seele entspannen und genießen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Liebsten.

Lassen Sie sich den Festtagsbraten schmecken, freuen Sie sich über das funkeln in den Augen der Kinder und stellen Sie sich doch mal vor, wie es wäre, wenn das Zusammensein immer so harmonisch ablaufen würde ;-)

In diesem Sinne: Fröhliche Weihnachten!

Was das Jahr 2010 so brachte

Smartphones, iPads, LTE-Netz, mobiles Internet und eine Flut von Tarifen der Anbieter von DSL, Kabel und Mobilfunk – all das beschäftigte im Jahr 2010 die immer größer werdende Gemeinde der Internet-Nutzer und derer, die es hoffentlich bald noch werden – vorausgesetzt, sie wollen es auch.

Nicht vollständig erreicht wurde die von der Bundesregierung für das Jahr vorgegebene Zielstellung zur Breitband-Versorgung, und in vielen Regionen Deutschlands lassen die verfügbaren Geschwindigkeiten doch noch immer viele Wünsche offen.

Von einer Erscheinung war der Markt jedoch, wenn auch nicht gerade beherrscht, so doch mehr als gesättigt. Und das waren die Aktionen der zahlreichen Provider, die diese äußerst ideenreich gestalteten und nutzten, um neue oder wechselwillige Kunden für sich zu gewinnen.

Da waren die Neukunden-Rabatte – für einige Monate oder die gesamte Vertragslaufzeit – auf die monatliche Grundgebühr nicht weniger beliebt als der Wechsel-Bonus und das bei Mobilfunkangeboten gewährte Startguthaben.

Benötigte Hardware wurde kostenlos oder preislich vergünstigt bereitgestellt; egal ob WLAN-Router oder DSL-EasyBox. Endgeräte wie Smartphones oder Handys kamen subventioniert auf den Markt und kaum ein Tarif wurde mehr ohne den beliebten Online-Vorteil angeboten.

Dagegen erschien die Ankündigung einer ganz normalen Preissenkung unspektakulär und altmodisch, während ein bei technischer Verfügbarkeit angebotener kostenfreier Speed-Upgrade schon einen anderen Eindruck hinterließ.

Schließlich waren da noch die oft bei Bestellungen über einen Sonderlink erhältlichen Einkaufsgutscheine, mit denen so ganz nebenbei ein kostenloser Wochenendurlaub oder der Besuch eines Events möglich wurde.

Bei einer neutralen Bewertung kann bei Betrachtung all dieser Vergünstigungen nur der Schluss gezogen werden, dass die Anbieter ihren Kunden das ganze Jahr über bereits vorweihnachtliche Gaben auf den Tisch oder ins Portemonnaie gelegt haben – man musste nur zugreifen, um die Gunst der vorzeitigen Bescherung zu erleben und zu nutzen.

Amazon-Gutschein für Blogger / Dezember 2010

Ab sofort sind wir auch bei Facebook vertreten.

Wer bis zum Jahresende unser Fan wird und den “Gefällt mir” Button klickt, nimmt an der Verlosung
von 3 Amazon-Gutscheinen im Wert von je 10,- Euro teil.

Viel Spaß und viel Glück allen Teilnehmern!

PS: Die nächste Amazon-Gutschein-Aktion beginnt im Januar. Bleibt am Ball, schaut hier oder bei Facebook vorbei und erfahrt als erste, wenn die neue Aktion beginnt.

Die “Kleinen” machen mobil

Meldungen der letzten Tage belegen, dass Bürger von Gemeinden und Stadtteilen, denen bisher eine DSL-Anbindung versagt blieb oder nur sehr niedrige Geschwindigkeiten zur Verfügung standen, auf unterschiedliche Weise in Eigeninitiative oder mit Unterstützung der Stadt- oder Gemeinderäte Aktivitäten auslösen, um diesen unbefriedigenden Zustand schnellstmöglich abzustellen.

So fand in der, in der Hannoverschen Region der Wendemark liegenden Gemeinde Elze eine Informationsveranstaltung für die Bewohner dieses Landstrichs statt, um die Erschließung der hier liegenden Gemeinden mit DSL-Anbindungen voran zu treiben. Durch eine Arbeitsgruppe wurde bereits die Bereitschaft des regionalen Telekommunikationsanbieters htp erwirkt, in die Verlegung von Glasfaserleitungen und die Aufrüstung bestehender Leitungstrassen zu investieren, um damit den Forderungen der Einwohner nachzukommen.

Diese Bereitschaft kann jedoch nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn nun die erforderliche Zahl von Absichtserklärungen interessierter Bürger aus den Gemeinden der Wedemark zur Teilnahme an diesem Projekt eingehen.

Die Bewilligung von Zuschüssen aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum und außerplanmäßige städtische Zuschüsse führt in absehbarer Zeit im oberen Neckartal in und um Rottenburg zu einem weiteren Ausbau des bereits teilweise realisierten Glasfasernetzes. Unter Nutzung bestehender Kabelverzweiger der Deutschen Telekom will der regionale Anbieter Neckarcom in weiteren Stadtteilen, Orten und Gewerbegebieten das bestehende DSL-Manko beheben.

Ein Projekt ganz anderer Art wird in den rheinland-pfälzischen Gemeinden Burrweiler und Gleisweiler vorbereitet. In diesen will die Telekom bis Ende 2011 durch einen Kooperationsvertrag mit beiden Orten eine Richtfunkstrecke mit einem sechs Kilometer umfassenden Funkfeld errichten, über die rund 660 Haushalte mit VDSL bis zu 50 MBit/s versorgt werden können.

Auch hier wurde die Initiative der Telekom durch eine enge Zusammenarbeit von Bürgern mit den Gemeindevertretern unterstützt, wodurch die Förderung der vorbereitenden teuren Tiefbauarbeiten ermöglicht wurde.

Endlich spürbare Fortschritte beim Glasfaserausbau

Die deutschen regionalen Netzbetreiber, die im Bundesverband Glasfaseranschluss vereinigt sind, vermelden nunmehr sichtbare Fortschritte bei der Errichtung von Glasfaseranschlüssen. So sollen bis zum Ende des Jahres rund 130.000 Immobilien mit etwa 650.000 Haushalten mit FTTB- beziehungsweise FTTH-Anschlüssen ausgerüstet sein. Damit würde sich die Anzahl direkter Glasfaseranschlüsse gegenüber dem Vorjahr um etwa 30 Prozent erhöhen.

Diese Steigerung wird auch dadurch bestätigt, dass der Investitionsanteil der im Bundesverband zusammengeschlossenen regionalen Netzbetreiber allein in diesem Jahr um etwa 200 Millionen Euro auf rund eine halbe Milliarde Euro anwachsen wird.

Zu den Mitgliedern des Bundesverbandes gehören unter anderem regionale Netzbetreiber wie M-net, Willy.tel, HL Komm, Netcologne und TMR. Ziel der im Verband zusammengefassten Unternehmen ist es, die Zahl der Glasfaseranschlüsse in den nächsten fünf Jahren zu verdreifachen.

Diese Entwicklung ist dringend notwendig; liegt Deutschland bei FTTH im europäischen Vergleich doch weit zurück. Diese Feststellung traf die Branchenorganisation des FTTH Council Europe, in der europäische Netzausrüster und Glasfaserkabelhersteller zusammengeschlossen sind.

Deren neueste veröffentlichte Zahlen beziehen sich auf ein FTTH/B-Ranking, welches den Stand zum Ende des ersten Halbjahres 2010 berücksichtigt. Einbezogen werden hier 17 europäische Länder, in denen mindestens ein Prozent aller Haushalte über eine Glasfaser-Breitband-Anbindung verfügt.

Insgesamt besitzen in Europa etwa 3,2 Millionen Nutzer einen derartigen Anschluss, wobei die Zuwachsraten vor allem dem Breitbandmarkt des östlichen Teils Europas zuzuordnen sind.

Das Ranking wird weiterhin von Litauen vor Schweden und Norwegen angeführt. Als Neueinsteiger macht besonders Rumänien mit 120.000 Nutzern auf Platz 13 auf sich aufmerksam, während den schnellsten Anstieg Bulgarien zu verzeichnen hat, das sich von Platz 16 auf Platz 8 verbessern konnte.

Deutschland, in Gemeinschaft mit Ländern wie Großbritannien und Spanien, geht auf Grund der Anzahl seiner ans Glasfasernetz angeschlossenen Haushalte überhaupt nicht in das Ranking ein.
Höchste Zeit also, diesen mittlerweile schon beschämenden Zustand zu verändern!