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Glasfaser

Glasfasern entstehen dadurch, dass geschmolzenes Glas zu dünnen Fäden gezogen wird. Neben ihrer Verwendung zur Wärme- und Schalldämmung, zur Herstellung glasfaserverstärkter Kunststoffe und für Faserverbundwerkstoffe werden sie vor allem dazu verwendet, Licht zu leiten. Diese, ihre Eigenschaft wird zur optischen Datenübertragung in aus Glasfaserkabeln bestehenden Glasfasernetzen genutzt.

Weitere hervorragende Eigenschaften der Glasfaser, wie Alterungs- und Witterungsbeständigkeit, die nicht Brennbarkeit und ihre chemische Resistenz unterstützen ihre Einsatzmöglichkeiten.

Die bei der Lichtwellenleiter-Datenübertragung verwendeten Glasfaserkabel bestehen aus einer den Kern bildenden zylindrischen Glasfaser aus reinstem Quarzglas. Diese Faser ist mit einem Glas niederer Brechungszahl ummantelt, wodurch eine Totalreflexion an der Grenzschicht zum Kern entsteht. Durch diese wird die Führung der Lichtstrahlung und deren nahezu verlustfreie Weiterleitung ermöglicht. Eine Ummantelung mit einer Schutzschicht aus Kunststoff sorgt für Biegsamkeit und Robustheit des Glasfaserkabels.

Als Strahlungsquellen kommen Leuchtdioden, Infrarotstrahler und Halbleiterlaser zum Einsatz. Die Modulation zur Datenübertragung wird über einen externen Modulator oder über die Lichtquelle selbst durchgeführt.

Der Durchmesser der den Kern bildenden Glasfaser liegt zwischen 9µm und 50µm.

Unterschieden werden Glasfaserkabel in flexiblere Innen- und robustere und witterungsbeständige Außenkabel. Durch die gewählte Form der Ummantelung wird zwischen Kabeln mit Voll-, Hohl-, Kompakt- und Bündelader unterschieden.

Neben den bereits genannten Vorteilen der Glasfaser sind unbedingt die der erreichbaren hohen Übertragungsraten, der großen Reichweiten, der Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störfeldern, der größeren Abhörsicherheit und der praktisch unbegrenzten Verfügbarkeit des Rohstoffes Glas zu nennen. Nachteile entstehen durch die relativ teure Gerätetechnik, einen hohen Konfektionsaufwand und eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Belastung.

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