Kabelanbieter

Als Kabelanbieter werden im modernen Sprachgebrauch Kabelnetzbetreiber bezeichnet, die über moderne, in der Regel bidirektionale Netze ihre interaktiven Dienste und Mehrwertdienste anbieten. Zu deren häufigsten gehören der Breitband-Internetzugang über das Kabelmodem und der Kabel-Telefonanschluss.

Ursprünglich waren die Kabelnetze zur Verteilung von Rundfunk- und Fernsehprogrammen konzipiert, über die erstmals Mitte der 1930er Jahre der sogenannte “Fernseh-Drahtfunk” für Gemeinschaftsempfangsanlagen eingeführt wurde. Erst etwa 30 Jahre später erfolgte schrittweise die deutschlandweite Einführung der Vorstufen des heutigen Kabelfernsehens, die nunmehr durch Nachrüstung der Rückkanalfähigkeit digitales Fernsehen in HD-Qualität, High-Speed-Surfen im Internet und das Telefonieren im Triple-Play ermöglichen.

Als überregionale Kabelanbieter fungieren in Deutschland Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia.

Neben Kabel BW in Baden-Württemberg und Unitymedia in Nordrhein-Westfalen und Hessen deckt der größte Anbieter Kabel Deutschland einen großen Teil des Bedarfs in allen übrigen Bundesländern ab.

Ergänzt werden deren Angebote durch viele regionale Kabelnetzbetreiber, zu deren bedeutendsten die Unternehmen der Tele Columbus Gruppe und die PrimaCom AG gehören. Sie bieten ihre analogen, digitalen und interaktiven Dienste vor allem in den neuen Bundesländern und Berlin aber auch in kleineren Regionen einiger alter Bundesländer an.

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