Der Countdown läuft – zwischen dem 10. und 12. März 2010 will Kabel Deutschland sein Angebotsprospekt für 45 Millionen Aktien und bis zu 6,75 Millionen weitere Anteilsscheine herausgeben, für die die Angebotsfrist zwischen dem 11. und 15. März beginnen und am 19. März 2010 enden soll. Für den 22. März ist danach die Erstnotiz an der Frankfurter Börse geplant.
Damit starten die Eigentümer von Kabel Deutschland, an deren Spitze die US-Beteiligungsfirma Providence mit einem Anteil von annähernd 88 Prozent steht, laut Veröffentlichung in dem am 08. März in München vorgelegten Börsenprospekt den Versuch, rund 700 Millionen Euro brutto einzuspielen, die ausschließlich an die Eigentümer zurück fließen sollen. Die Kabel Deutschland GmbH selbst soll kein Geld aus dem Börsengang erhalten. Dagegen äußerte Providence die Absicht, einen erfolgreichen Börsengang zur Aufgabe der bisherigen Anteilsmehrheit zu nutzen.
Spekulationen über einen möglichen Verkauf von Kabel Deutschland scheinen damit vom Tisch zu sein.
Im derzeit zu Ende gehenden laufenden Geschäftsjahr 2009/2010 wird eine deutliche Umsatzsteigerung, verbunden mit einem Gewinnzuwachs erwartet, wodurch das schlechte Vorjahresergebnis mit über 46 Millionen Euro Verlust, das zu einer hohen Verschuldung des Unternehmens geführt hatte, zumindest teilweise korrigiert werden kann.
Die Erhöhung der Anzahl der mit einem Breitbandzugang versorgten Haushalte sowie die aktuellen Angebote der sogenannten Triple-Play-Dienste mit einem Paket aus Fernsehen und Radio, schnellen Internetanschlüssen und Telefonie hat zu dieser Entwicklung sicher entscheidend beigetragen.

10. 2010 - 