Am gestrigen 25.03.2010 hat das Unternehmen United Internet, zu dem der DSL-Anbieter 1&1 gehört, seine Geschäftszahlen des 4. Quartals 2009 veröffentlicht. Während der Konzern United Internet mit erheblichen Steigerungen im Umsatz und im Vorsteuer-Gewinn im Vergleich zum Vorjahr auf das erfolgreichste Jahr seiner Firmengeschichte verweist, musste 1&1 im 4. Quartal 2009 einen weiteren gravierenden Verlust seiner DSL-Kunden hinnehmen.
Nach einem Verlust von rund 30.000 Anschlüssen im 3. Quartal 2009 erhöhte sich das Minus im 4. Quartal auf 130.000 Verträge. Damit sank die Zahl der DSL-Kunden von 1&1 zum Jahresende 2009 auf 3,31 Millionen.
Dieser Verlust hat seine Hauptursache in der im Frühjahr 2009 vollzogenen Übernahme der DSL-Sparte von Freenet, durch die 1&1 700.000 Freenet-Kunden zu übernehmen glaubte. Real erbrachte die Übernahme jedoch lediglich 580.000 zusätzliche Verträge. Da die erhoffte Zahl allerdings Gegenstand des Geschäftsberichtes des 3. Quartals 2009 war, musste nun dieser Verlust ausgewiesen werden.
Da im gleichen Zeitraum der Konkurrent Vodafone seine Kundenzahl um 131.000 auf insgesamt 3,40 Millionen erhöhen konnte, ist 1&1 nunmehr auf den hinter der Telekom und Vodafone dritten Platz der DSL-Anbieter abgerutscht.
Einziger Lichtblick dabei für 1&1 ist das Ansteigen der Zahl der gewinnträchtigeren DSL Komplettpakete gegenüber den der Resale-Zugänge zu bestehenden Telekom-Telefonanschlüssen.

26. 2010 - 