Vor wenigen Tagen meldete sich der Deutschland-Chef des Computerherstellers Acer, Stefan Engel zu Wort, um seine Prognose über die Entwicklung des Computermarktes in den nächsten Jahren abzugeben.
Das seine IT-Markenprodukte weltweit vermarktende Unternehmen wurde 1976 als “Multitech” gegründet. 1987 entstand daraus Acer, ein Unternehmen, das rund 18 Milliarden Jahresumsatz erzielt und Platz 3 auf dem PC-Weltmarkt sowie Platz 2 auf dem der Notebooks einnimmt.
In Deutschland hat Acer einen Anteil von rund 33 Prozent im Konsumentengeschäft und von 20 Prozent im Geschäftskundensegment.
Engel zufolge müssen die Verbraucher in Deutschland in den nächsten Monaten mit höheren Computerpreisen rechnen. Grund hierfür seien die Entwicklung des Dollar-Kurses und der weltweit enorm und in diesem Maße unerwartet steigende Absatz.
Der steigende Dollarkurs schlage zu etwa 75 Prozent auf den Einkaufspreis der Geräte durch. Zum anderen wurde die Produktion im vergangenen Jahr, wohl auch im Zusammenhang mit der Wirtschafts- und Finanzkrise gedrosselt, wodurch eine Verknappung der Bauteile entstanden sei. Da die Nachfrage nach PCs und Notebooks laut einer Prognose des Marktforschungsunternehmens Gartner im Jahr 2010 statt der bisher angenommenen 1,9 Prozent voraussichtlich auf 12,2 Prozent ansteigen wird, wird sich auch dieser nur mittelfristig zu behebende Zustand auf die Preise auswirken.
Engel betont jedoch, dass dieser Preisanstieg nicht von langer Dauer sein wird und bereits Ende 2010 gestoppt werden könne.
Interessant auch die Aussage Engels zur Wachstumsprognose in Deutschland. Während heute acht von zehn Einwohnern einen Computer besitzen, wird spätestens im Jahr 2014 durchschnittlich jeder Deutsche über einen Computer verfügen. Neue Tablet-PCs, All-in-One-Desktop-PCs mit Touchscreen, Mini-Notebooks sowie besonders dünne und leichte Exemplare werden dabei das Interesse der Käufer besonders beeinflussen.

08. 2010 -