Seit Montag, den 12. April 2010 werden in der Außenstelle der Bundesnetzagentur in Mainz insgesamt 41 Frequenzblöcke versteigert, auf denen die vierte Mobilfunkgeneration (auch 4G genannt) Platz finden soll, die deutlich schnellere Internetverbindungen als DSL- oder Kabelanschlüsse ermöglichen wird.
Im Vordergrund stehen neben den Blöcken aus den Frequenzbereichen 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz dabei die Frequenzen im Bereich von 800 MHz, die vor allem durch die Umstellung des Rundfunks auf die Digitaltechnik frei geworden sind und die sich vorrangig zur Versorgung der ländlichen Gebiete eignen.
Über sie soll die 4G-Funktechnik künftig beispielsweise Filme oder Live-Sendungen in hoch auflösender Qualität übertragen können.
Bis wenige Stunden vor Beginn der bisher größten Mobilfunk-Auktion in Deutschland hatten mehrere Unternehmen der Branche, darunter auch Kabel BW und o2, Klage gegen die Beschränkung der Bieterrechte erhoben, beziehungsweise gegen zu erwartende Störungen des Empfangs von TV-Programmen und anderer übertragener Datensignale geklagt. Alle Klagen wurden jedoch abgewiesen.
Nun dürfen die vier zugelassenen Mobilfunkbetreiber T-Mobile, Vodafone, o2 und E-Plus nach dem Erhalt der Bieterrechte für die von ihnen beantragten Frequenzblöcke die Schlacht über eine nach oben offene Zeitspanne führen. Für die begehrten 800 MHz-Frequenzen hat die Netzagentur im Vorfeld maximale Rechte je Anbieter festgelegt.
Das Bieten über die Frequenzblöcke erfolgt per Computer, gleichzeitig und voneinander unabhängig.
Erwartet wird im Ergebnis der Auktion, dass sich ein Käufer herauskristallisiert, der bis zum Jahr 2016 in allen Bundesländern einen Versorgungsgrad von mindestens 90 Prozent gewährleisten kann. Dabei sollen Städte und Gemeinden unter 5.000 Einwohner vorrangigen Zugang zum schnellen Internet erhalten.
Die Einnahmen aus der Versteigerung der Frequenzblöcke, für die Mindestgebote gelten, fließen ausschließlich an den Staat. Über deren zu erwartende Höhe kann zur Zeit nur spekuliert werden; zumindest wird ein mehrere Milliarden umfassender Betrag erwartet.

14. 2010 -