Versatel im ersten Quartal 2010 mit unterschiedlichen Ergebnissen

Als positives Ergebnis kann der börsennotierte Anbieter von Internet-, Sprach-, Kabel- und Datendiensten Versatel für das erste Quartal 2010 einen weiter steigenden Umsatz im Bereich der Businesskunden vermelden. Immerhin bestätigt das Wachstum von acht Prozent, dass die vom Unternehmen selbst gewählte Strategie der verstärkten Hinwendung zu den Geschäftskunden erfolgreich verläuft. Mit dieser Entwicklung konnte Versatel 53,6 Millionen Euro verdienen.

Weniger Gutes ist vom Privatkundenbereich zu erfahren, bei dem der Quartalsumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund zehn Prozent sank. Dieser Rückgang wurde entscheidend durch den Verlust von circa 900 ISDN-Kunden und von rund 12.500 DSL-Kunden verursacht.

Von zunehmender Bedeutung für Versatel zeigt sich das Wholesale- beziehungsweise Großhandels-Geschäft. 57,9 Millionen Umsatz sind ein deutliches Zeichen für das Wachstum in diesem Geschäftsbereich, dessen Umsatz im Vorjahreszeitraum bei lediglich 48,6 Millionen Euro lag.

Dieser Bereich zeichnet sich dadurch aus, dass die Kunden von Versatel als Wiederverkäufer der bereitgestellten Infrastruktur auftreten, so dass der Verkauf an die Endkunden und deren Betreuung durch die Wiederverkäufer erfolgt. Versatel verdient dabei hauptsächlich am Durchleiten der Gespräche im stärksten gewachsenen Bereich der Sprachtelefonie. Die Whoresale-Umsätze im Datengeschäft verzeichnen dagegen einen Rückgang.

Diese unterschiedlichen Entwicklungen haben trotz eines insgesamt um 2,6 Prozent gestiegenen Umsatzes zu einem leichten Verlust von etwa drei Prozent im Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen geführt. Dies ist wahrscheinlich mit eine der Ursachen dafür, dass Versatel die Investitionen in neue Projekte reduziert hat.
Die Versatel-Geschäftsführung wertet den Verlauf des ersten Quartals 2010 dennoch als positiv und bekräftigt die Fortsetzung des B2B-Geschäftes, also der Geschäftsbeziehungen zwischen mindestens zwei Unternehmen.