Nachdem am gestrigen Freitag bereits die Übergabe der Versteigerungs-Urkunden an die vier teilnehmenden Netzbetreiber erfolgte, blicken diese voller Optimismus und sicher auch ein wenig zufrieden, dass die ersteigerten Blöcke für weniger Geld zu haben waren, als mancher befürchtet hatte, in die Zukunft.
Von den 41 Blöcken, die für insgesamt knapp 4,4 Milliarden Euro versteigert wurden, sicherte sich Vodafone mit 12 Blöcken den größten Anteil. Sehr zufrieden mit der Investitionssumme will Vodafone vorrangig die im Rahmen der Auktion erteilten Auflagen erfüllen und die bisher unversorgten Regionen über Funk erschließen. Dazu sollen die zwei ersteigerten Frequenzblöcke des 800 MHz-Bereiches dienen. Danach will Vodafone seine bisherige starke Position bei UMTS weiter ausbauen und seine dafür erforderlichen Kapazitäten kurzfristig um 50 Prozent steigern.
Über allem steht das erklärte Ziel des Unternehmens, neben der Kapazität auch die Qualität zu steigern.
Mit 10 Blöcken rangiert die Deutsche Telekom hinter Vodafone und o2. Laut ihrem Vorstandsmitglied van Damme konnten jedoch sämtliche benötigten Frequenzblöcke ersteigert werden. Die Telekom verfolgt nun das Ziel, auf der Grundlage der erworbenen Frequenzen ihr Netz zu erweitern und dabei den neuen Funkstandard LTE, der Bandbreiten über 100 Mbit/s ermöglicht, einzuführen. Damit will man für die zu erwartende Steigerung im Datenverkehr des mobilen Internets gerüstet sein. Unabhängig davon erklärte auch die Telekom das Schließen der im ländlichen Bereich vorhandenen Versorgungslücken als vor allem anderen zu realisierende Ziel.
Auch o2, das bereits eines der modernsten UMTS-Netze Europas besitzt, wird unter Nutzung seiner erworbenen 11 Frequenzblöcke die Versorgung mit Breitband-Internetzugängen im ländliche Raum verbessern. Bereits noch in diesem Jahr will man aber auch mit dem Aufbau seines LTE-Netzes beginnen, um damit den Grundstein für ein bundesweites diesbezügliches Netz zu legen.
Der Vollständigkeit halber sein noch erwähnt, dass die restlichen 8 Blöcke vom Netzbetreiber E-Plus ersteigert wurden.

22. 2010 - 