Nur wenige Wochen Zeit hat die Telekom seit der diesjährigen, für sie äußerst erfolgreich verlaufenen Frequenzversteigerung verstreichen lassen, um nun mit dem Auf- und Ausbau des deutschen LTE-Netzes zu beginnen.
Der Mobilfunkstandard LTE als Nachfolger von UMTS und dessen Erweiterung HSPA verfügt über wesentlich höhere Bandbreiten als die seiner Vorgänger. Gegenwärtig reichen die von LTE bis an die 100 Mbit/s und zeichnet sich weiterhin durch eine geringere Störanfälligkeit aus.
Vor wenigen Tagen nahm dazu der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann Stellung. Er verkündete dabei den Start des bundesweiten LTE-Netzausbaus und die Installation der ersten dazu erforderlichen Basisstationen in den neuen Bundesländern. Die Vorreiter-Rolle übernehmen dabei die brandenburgischen Städte Kyritz und Ziesar. Obermann wies auf die zu erwartende gravierende Erhöhung des Datenverkehrs in Mobilfunk hin und erklärte gleichzeitig die Absicht seines Unternehmens, ihren Beitrag zur Überwindung der digitalen Spaltung der Gesellschaft mit einer möglichst vorfristigen Erfüllung der Auflagen der Bundesnetzagentur zu leisten.
Bis Ende 2010 will die Telekom mehr als 1000 Orte, die bisher keinen Zugriff aus das schnelle Internet haben, für einen Breitbandanschluss erschließen. Etwa die Hälfte dieser sogenannten weißen Flecken werden mit LTE versorgt, die übrigen erhalten DSL- oder UMTS-Anschlüsse. Bis ins Jahr 2016 wird diese Strategie, unterstützt von den Mobilfunkanbietern o2 und Vodafone, fortgeführt um bis dahin mindestens 90 Prozent der bisher unterversorgten Orte in die schnelle Breitband-Infrastruktur in Deutschland zu integrieren.

17. 2010 -