o2 bereitet Pilotbetrieb der ersten städtischen LTE-Netze vor

Im Rahmen der im Mai 2010 beendeten Frequenz-Auktion konnte sich Telefónica o2 Germany neue Frequenzblöcke sowohl im begehrten Frequenzspektrum von 800 MHz als auch im 2,6 GHz-Bereich sichern.
Frequenzen beider Bereiche dienen o2 nunmehr dazu, in zwei Pilotprojekten im München und dem sachsen-anhaltinischen Halle die neue Mobilfunkgeneration des LTE zu erproben.

Auf der Basis der 2,6 GHZ-Frequenzen wird der Pilotbetrieb in München und Halle für mobiles Hochgeschwindigkeitsinternet in enger Zusammenarbeit mit Netzwerkausrüstern und Geräteherstellern ab September vorbereitet und voraussichtlich noch Ende 2010 gestartet. Dabei gehen die für die Long Term Evolution ausgerüsteten Netze vorerst nicht in den kommerziellen Betrieb, sondern werden ausschließlich als Pilotnetze betrieben.

Außerdem werden von o2 der Münchner Vorort Ebersberg und das westlich von Halle gelegene Teutschenthal auf der Basis der 800 MHz-Frequenzen zu zwei weiteren Pilot-Standorten ausgerüstet.
Für alle LTE-Projekte werden die bestehenden Basisstationen umgerüstet, so dass neue Standorte nicht erforderlich sind.

Damit unterstreicht Telefónica seine Rolle als einer der weltweit führenden Entwickler des neuen LTE-Standards. Nach bereits laufenden Feldversuchen in fünf Staaten Europas und Südamerikas werden die deutschen Pilotprojekte sicher weitere wichtige Erkenntnisse liefern. Wann auf den daraus abgeleiteten Grundlagen die ersten Endkunden mit LTE-Produkten versorgt werden können, steht derzeit noch nicht fest.

Sicher ist dagegen bereits, dass LTE künftig mobile Datenübertragungsgeschwindigkeiten ermöglichen wird, die neben der bisherigen Versorgung auch neuen Diensten wie Videotelefonie, Videostreaming oder Gaming den Weg zum Kunden öffnen werden. Gleichzeitig wird damit ein entscheidender Beitrag zum Verschwinden der weißen Flecken auf dem Land geleistet.