UMTS und LTE – Vodafone setzt weiter auf beide Technologien

Unabhängig von seiner Zielstellung, die neue “Long Term Evolution” (LTE) in den kommenden Jahren für alle Kunden von Vodafone nutzbar zu machen, äußerte der Deutschland-Chef von Vodafone, Fritz Joussen seine Überzeugung, dass in absehbarer Zukunft die Technik von UMTS neben der von LTE weiter Bestand haben wird.

Daran werde auch die geplante Einführung von mit LTE erreichbaren Download-Geschwindigkeiten bis 300 Megabit pro Sekunde nichts ändern, die rund 40 Mal schneller als der UMTS-Turbo HSDPA daher kommen.

Nunmehr zehn Jahre ist es her, dass Mitte 2000 in Mainz die damals verfügbaren UMTS-Frequenzen versteigert wurden. Damals wurden noch rund 50 Milliarden Euro als Einnahmen für den Staat erlöst, die für den Ausbau der Zukunftstechnologie UMTS von sechs Unternehmen aufgebracht wurden. Obwohl sich deren hoch angesetzten Erwartungen nicht erfüllten, was letztlich auch im relativ bescheidenen Ergebnis der Frequenzversteigerung von 2010 zum Ausdruck kommt, wurde UMTS zum Wegbereiter des mobilen Internet und der einsetzenden Wandlung des Telefons zum Smartphone.

So ist auch die Äußerung von Joussen zu verstehen, der die Frequenzen als Rohstoff für die Branche der Telekommunikationsdienstleister bezeichnete und darauf verwies, dass Vodafone mit den mobilen Datendiensten inzwischen mehr als eine Milliarde Jahresumsatz bei weiterhin hohen Wachstumsraten realisiert.

Obwohl in wenigen Jahre die Bandbreiten von LTE für alle und in der Fläche Realität sein werden, werden sich UMTS und LTE nach Ansicht des Deutschland-Chefs von Vodafone ergänzen und nebeneinander bestehen. Beide werden dabei zur Verbesserung der mobilen Kommunikation beitragen.