Zu dieser Meinung kommen die an einer COMPUTER BILD-Internetumfrage teilnehmenden Kunden, die den Service ihres DSL-Anbieters im Zeitraum von Juli 2009 bis Juni 2010 hinsichtlich Geschwindigkeit, Verfügbarkeit, Kundenservice, Preis/Leistung und Empfehlung beurteilt haben. Der Schwerpunkt der Bewertung lag mit einem Anteil von 50 Prozent auf der Empfehlung.
An den im vergleichbaren Zeitraum 2008/2009 schlechten Ergebnis haben die zahlreichen Werbeversprechen der meisten DSL-Anbieter nur wenig positives bewirkt.
Über 5500 Teilnehmern der Befragung schilderten ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit ihrem DSL-Provider, die von COMPUTER-BILD ausgewertet und nun in Noten gefasst veröffentlicht wurden.
Fazit: Knapp 60 Prozent der Befragten sind mit ihrem Anbieter unzufrieden und weniger als die Hälfte würde seinen Provider weiter empfehlen.
Insgesamt wurden 15 Provider bewertet. Davon schnitten lediglich zwei mit der Gesamtnote “gut”, sieben weitere mit “befriedigend” und sechs mit “ausreichend” ab. Zwar verbesserte sich die Durchschnittsnote aller Provider geringfügig gegenüber der des Vorjahres, jedoch überwog weiterhin eine oftmals mit erschreckenden Beispielen belegte Unzufriedenheit.
Aus der Befragung ging wie bereits im Vorjahr Unitymedia als Sieger hervor. In den Kategorien Geschwindigkeit, Preis/Leistung und Empfehlung ist der in Hessen und Nordrhein-Westfalen tätige regionale Anbieter absolute Spitze.
Mit deutlichem Abstand zu den nachfolgend Platzierten folgt M-net auf Platz zwei. Dahinter rangiert mit o2 der beste überregionale Anbieter in der Kundenzufriedenheits-Studie auf Platz drei. Die Gesamtnote von 2,71 reicht jedoch nur für ein “befriedigend”.
Rang sechs nimmt die Telekom ein, deren Kunden nur mit deren Verfügbarkeit wirklich zufrieden sind.
Der einstige Sieger unter den überregionalen Anbietern Vodafone, büßte gegenüber der vorjährigen Bewertung fast eine ganze Note und fünf Plätze ein. Noch weiter abgeschlagen landeten 1&1, Alice und Versatel.
Ein abschließender Blick auf die meist genannten Gründe für die Unzufriedenheit der Kunden findet fehlendes Fachwissen und Unfreundlichkeit an der Service-Hotline, kostenpflichtige Service-Rufnummern und teure Sonderrufnummern sowie fadenscheinige Gründe für nicht akzeptierte Kündigungen auf den vorderen Plätzen.

12. 2010 -