Nun hat Vodafone seinen Einstieg, der eigentlich keinen Neueinstieg darstellt, in den zukunftsträchtigen IPTV-Markt konkretisiert und sich auf einen Start zum Weihnachtsgeschäft 2010 festgelegt.
Bereits im Rahmen seiner Fusion mit Arcor im Spätsommer 2009 hatte Vodafone das bestehende IPTV-Angebot von Arcor übernommen. Dieses war jedoch danach für Neukunden nicht mehr zu buchen, der IPTV-Service wurde eingestellt. Aber schon Ende 2009 äußerte Vodafone seine Absicht, im kommenden Jahr einen eigenen IPTV-Service zu starten.
Diese Absicht wird nun in wenigen Monaten Realität werden. Mit IPTV werden dann digitale Übertragungen von Breitbandanwendungen, wie die Übertragung von Fernsehprogrammen oder Filmen auf Basis des Internet-Protokolls realisiert.
Mit “Vodafone TV” wird der Telekommunikationsanbieter nach der Telekom und Alice zum dritten Anbieter von IP-Fernsehen auf dem deutschen Markt.
Das Angebot von Vodafone soll sich laut bisheriger Angaben nicht auf das System eines Herstellers beschränken. Die dafür erforderliche Vodafone-Box soll sowohl Empfangssignale über Kabel, Satellit als auch über die DSL-Leitung verarbeiten können. Nach bisher unbestätigten Angaben soll Vodafone TV bereits über eine DSL-Leitung von 2 MBit/s nutzbar sein. Künftige Kunden sollen zwischen mehreren Paketen mit verschiedenen Sendern wählen können, eine Online-Videothek zur Gestaltung eigener Programme soll die Angebote abrunden. Preise wurden bisher nicht genannt.
Auf der vom 3. bis 8. September 2010 in Berlin stattfindenden IFA will Vodafone sein IPTV-Angebot offiziell vorstellen. Wie bisher verlautet, plant das Unternehmen im Unterschied zum künftigen größten Konkurrenten, der Telekom, keinen Erwerb eigener Exklusivrechte. Laut Medienberichten sollen über die Vodafone-Box Sky-Signale empfangen werden können, wodurch beispielsweise ein eigenes Fußball-Programm nicht erforderlich sei.

30. 2010 - 