Bad Bellingen – Auf Grund der enormen Schneefälle im Dezember wurde nicht nur der Verkehr ausgebremst, auch die Arbeiten der Telekom an der neuen DSL-Glasfaserleitung von Schliengen nach Rheinweiler wurden behindert. Aus diesem Grund hat nun auch Vodafon Probleme mit der Einhaltung von Terminen.
Verzögerungen durch Wintereinbruch
Die Sachlage wurde bei der Tagung des Bad Bellinger Gemeinderats am Montag wie folgt zusammengefasst: Bad Belklingen und Bamlach werden künftig durch Vodafon mit einer schnelleren Internetverbindung versorgt. Die erforderliche Glasfaserleitung wird entlang der Bahnlinie verlegt, die das Unternehmen unterhält. Rheinweiler wird dagegen von der Telekom selbst versorgt – künftig sollen Downloadgeschwindigkeiten von 15 MBit möglich sein. Dazu wird das Kabel, welches von Schliengen nach Rheinweiler gelegt wird, benötigt. Es soll entlang der Römerstraße über die Felder nach Bamlach und am Campingplatz vorbei gelegt werden. Bürgermeister Christoph Hoffmann erklärte, dass man sich bewusst dafür entscheiden habe, um die frisch reparierte B3 nicht wieder aufreißen zu müssen.
Die schnelleren Verbindungen sollten eigentlich ab Januar oder Februar anliegen, aber das Winterwetter machte einen Strich durch die Rechnung. Nicht ganz ernst gemeint erklärte der Bürgermeister: “Wenn Sie bauen, werden Sie feststellen, dass die Unternehmen immer eine große Entschuldigungspalette an Begriffen parat haben, warum etwas nicht termingerecht klappt.” Sowohl Technik als auch Stromanschlüsse würden bereit stehen.
Zwei Varianten möglich
Mit einer Downloadgeschwindigkeit von zwei MBit steht Hertlingen bislang noch am besten da. In Zukunft könnten Verbraucher hier zwischen zwei Varianten entscheiden: schnelleres Internet ist zum einen über die LTE-Technik möglich. Ein entsprechender Funkmast steht in der Nähe der B3 bei Hertlingen. Vodafon hat bereits Interesse angemeldet, müsste aber wegen Überschneidungen mit Frankreich ein paar Vereinbarungen treffen. Diese Variante sei vor allem für Hertlinger Unternehmen interessant, für Privatnutzer seien die zwei MBit ausreichend, erklärte der Gemeinderat.
Sollte die Kapazität des von der Telekom gestellten Telefonnetzes nicht mehr ausreichen, käme sie als zweite Möglichkeit ins Spiel. Schon durch die neuen Häuser am Hebelhof könnte dies der Fall sein – es müssten zu den vorhandenen 180 Hertlinger Anschlüssen nur noch 50 dazu kommen. Hoffmann erklärte, dass Hebelhofbesitzer Heinz Wolters rechtzeitig Anträge stellen könnte, damit die Telekom auf die mögliche Netzüberlastung aufmerksam wird. Alternativ könnte dann ein Leerrohr verlegt werden, welches den Haushalt jedoch mit 70.000 Euro belasten würde.

