Der Mobilfunkanbieter o2 wollte in Großbritannien nur etwas für den Jugendschutz im Internet beitragen. Durch die Beschreibung „pralle Melonen“ rutschte aber nun auch ein Lebensmittelhersteller durch den Filter. Die Internetangebote für „frisches junges Gemüse“ müssen vielleicht neu formuliert werden, wenn Kunden diese auch sehen können sollen.
Adult – nur für Erwachsene

Die Firma livefre.sh wollte eigentlich nur lokale Lebensmittel verkaufen. Bekannt wird sie jetzt eher durch ein Missverständnis. Mitarbeiter des Unternehmens berichteten im Blog darüber, dass der Mobilfunkanbieter o2 ihre Seite gesperrt hat. Das Unternehmen o2 verlangt von seinen Kunden eine Authentifizierung beim online gehen, welche über die Kreditkarte abläuft.
Eine externe Firma soll nun den Grund dafür klären, warum der Lebensmittelhändler auf die Liste für „adult- nur für Erwachsene“ gesetzt wurde. o2 sperrte auch noch andere Seiten aus fragwürdigen Gründen. Dazu gehören auch das Google-Übersetzungsprogramm und die Aufklärungs-Website Brook.org.uk. Inzwischen hat sich o2 nun entschuldigt, es würde sich nur um „verbesserten Jugendschutz“ handeln.
Derartige „Jugendschutz“-Filter kamen schon in der Vergangenheit immer wieder in Kritik, weil sie auch Dinge sperrten, die die Jugend weder verängstigt noch irritiert hätten.
Filter umgehen
Selbst wenn die Provider aber Seiten sperren lassen, gibt es einfach Möglichkeiten, diese zu umgehen. Denn die gesperrten Seiten werden oft durch bestimmte Suchbegriffe definiert – drückt man sich nicht allzu vulgär aus, kommt man auch auf die gewünschten Seiten. Doch die Eltern sind sehr besorgt und nutzen das Angebot deutscher Anbieter von „Jugendschutz“-Filtern, wozu auch die Seite jugendschutzprogramm.de gehört. Sie bietet „eine Filtersoftware, die Eltern auf ihrem Computer installieren können, damit ihre Kinder sicher vor Erotik und Gewalt im Internet surfen können“.

10. März 2011 - 