
Der seit 2007 an der Frankfurter Börse gelistete Telekommunikationsanbieter Versatel, der seine Sprach-, Internet- und Datendienste sowohl Privat- als auch Geschäftskunden anbietet, will laut eigener Ankündigungen auf das sich abschwächende Privatkundengeschäft reagieren.
Diese Entscheidung berücksichtigt neben der bereits zu verzeichnenden rückläufigen Entwicklung des DSL-Privatkundenmarktes auch die Erwartungen für dessen zukünftige, eher schleppende Entwicklung.
Gleichzeitig bestätigt sich damit der von Versatel eingeschlagene Weg, vorzugsweise individuelle Telekommunikationslösungen für Business-Kunden anzubieten, mit denen sich der Provider unabhängig von Größe, Branche und Technologieanforderung des Kunden an dessen jeweilige Ansprüche an die Telekommunikation anpasst.
Die Zahlen
Versatel will in diesem Zusammenhang rückwirkend zum 31. Dezember 2010 eine Abschreibung in Höhe von 68,6 Millionen Euro vornehmen und um diesen Betrag den Wert des dem Privatkunden-Segment zuzuordnenden Goodwill berichtigen.
Mit dieser Korrektur wird nach Angaben von Versatel zwar das Konzernergebnis negativ beeinflusst, Auswirkungen auf das bereinigte EBITDA und den Free Cash-Flow seien jedoch nicht zu verzeichnen.
Trotz dieser Erklärung verlor die Aktie kurzzeitig an Wert, der am gestrigen 10.03.2011 bei 6,72 Euro lag.
Durch einen im Jahr 2010 abgeschlossenen langfristigen Kooperationsvertrag mit Telefónica o2 Germany, mit dessen Hilfe die Lücken im Versatel eigenen Glasfasernetz weitestgehend geschlossen werden, ist Versatel weitestgehend bundesweit verfügbar.
Seine Aktien sind auf drei große Anteilseigner gebündelt, während nur etwa acht Prozent der Versatel-Aktien im Streubesitz sind.

11. März 2011 - 