
Die Folgen der Wirtschaftskrise in ihrem Heimatmarkt sitzt die Telefonica aus. Bei der deutschen Unternehmenstochter o2 wächst derweil Umsatz, Gewinn und Kundenzahl. Auch die Übernahme des Rivalen Hansenet mit der Marke „Alice“ trägt dazu bei.
Leute achten mehr aufs Geld
Bei o2 stieg die Zahl der Mobilfunkkunden um zehn Prozent auf 17 Millionen und setzte das Unternehmensziel so höher o2 will nun näher an die Marktführer Deutsche Telekom und Vodafone heranrücken. Die Telefonica hat es da besonders in Spanien schwerer. Denn nach dem Kollaps des Immobilienmarktes und den Sparprogrammen der Regierung achten die Iberer mehr aufs Geld. Der Nettogewinn stieg 2010 trotzdem um fast ein Drittel auf rund zehn Milliarden Euro an. 3,5 Milliarden Euro kommen allerdings von der brasilianischen Mobilfunktochter Vivo. In Deutschland berichtete o2, dass die Geschäfte besonders im Schlussquartal 2010 besonders gut liefen. In ihm kamen 505.000 Neukunden.
Weniger Kosten für Anrufe
Im operativen Geschäft auf Basis Adjusted OIBDA stieg der Gewinn um ein Viertel auf rund 1,15 Milliarden Euro. Die Kürzung des Terminierungsentgeltes wirkte sich bereits im vierten Quartal erheblich auf das Ergebniswachstum aus, wie o2 erklärte. Ende November erlegte die Bundesnetzagentur den Netzbetreibern o2, Deutsche Telekom, Vodafone D2 und E-Plus KPN auf, nur noch 3,3 Cent pro Anrufminute aus Fremdnetzen zu verlangen. Davor lagen die Gebühren in doppelter Höhe. Auch die Deutsche Telekom konnte trotzdem einen Gewinnsprung verzeichnen, auch wenn die Erwartungen ebenfalls enttäuscht wurden. Die Telecom Italia hatte dagegen eine positive Überraschung.

12. März 2011 -