
Laut dem Telefonkonzern Telefonica soll die Marke Alice im Jahr 2012 vom Markt verschwinden. Er gibt sie auf. Die Marke stammt ursprünglich vom Hamburger Telefonanbieter Hansenet, welcher mit allem Drum und Dran und inklusive zwei Millionen Kunden von der Telefonica übernommen wurde. Mit dem Tod der Marke wird auch die hübsche Blondine aus der Werbung verschwinden.
o2 verkauft Standortdaten der Kunden
„Im Jahr 2012 wird es zum Übergang kommen“ berichtete der Telefonica-Manager Johannes Pruchnow. Alle Kunden, die bisher bei Alice waren, wollen dann an o2 oder Telefonica übertragen werden. Während des Übergangs soll das bekannte Alice-Model noch dabei sein. Doch mit der einfachen Übertragung an o2 könnten viele ehemalige Alice-Kunden sehr unzufrieden sein. Das Unternehmen benutzt seine 17 Millionen Kunden ungefragt für andere Zwecke: Auf der CeBIT kündigte er an, alle Standortdaten der Kunden künftig an eine Firma zu verkaufen, die aus den Daten mithilfe spezieller Computerprogramme Staus im Voraus berechnen möchte. Autofahrer könnten dann schon bei der Entstehung von Staus, also deutlich schneller als bisher, Warnmeldungen erhalten und andere Wege fahren.
BMW bekommt die Daten
Von den frischen Stauinformationen profitieren vorerst nicht die o2-Kunden. Nein, die Warnhinweise gehen vorerst an Neuwagen der Marke BMW – exklusiv ab Herbst. Die Telefonica versprach, dass die Daten anonym weitergegeben werden. Außerdem sei die Technik von Bundesdatenschutzbeauftragten geprüft und freigegeben worden. Der Telefonica-Manager Pruchnow sieht die Idee als interessantes Geschäftsfeld und „einen ernstzunehmenden Beitrag“ zum Umsatz.

17. März 2011 -