Streit um DSL-Ausschreibung

Der Bürgermeister von Aidhausen, Dieter Möhring, erhielt vielfache Nachfragen in den Bürgerversammlungen der Gemeindeteile bezüglich des Stands der DSL-Versorgung. Daraufhin gab er nach Angaben der Main Post von gestern bekannt, dass ab Mai eine leistungsfähige DSL-Breitbandversorgung von der Firma Econtec eingerichtet wird, und zwar für das gesamte Gemeindegebiet.

Die Technik von Econtec

Nun wird mit Gesamtkosten von 165.000 Euro von der Gemeinde gerechnet. Denn jede Kommune erhält aus dem landesweit aufgelegten Förderprogramm „Breitbandentwicklung“ pauschal einen Förderbetrag in Höhe von 100.000 Euro aus München. Die schon bestehenden Kabelwege der Telekom werden für alle Ortsteile von Aidhausen bis zum Endverbraucher als so genannte Hybridlösung genutzt. Über Richtfunk wickelt sich die Versorgung der Ortsverteiler in den Gemeindeteilen ab.

Widerspruch aus Haßfurt

An der Ausschreibung zum DSL-Anschluss in Aidhausen nahmen fünf Firmen teil. Das Angebot der Telekom sei dabei annähernd genauso teuer gewesen wie das von Econtex, hätte allerdings nur die Versorgung von zwei Gemeinden abgedeckt: Aidhausen und Kerbfeld. Der lokale Anbieter „Schnell ins Netz“, was eine Tochter des Stadtwerks Haßfurt ist, gab unverständlicherweise kein Angebot ab. Er war sich wohl seines Zuschlags sicher, weil er einen Sender in unmittelbarer Nähe vorhält. Die Haßfurter legten nun Widerspruch gegen das Ausschreibungsverfahren ein. Durch ein aufwändiges funktechnisches Gutachten konnte die Gemeinde Aidhausen aber nachweisen, dass eine Funkversorgung zum Anschluss mit DSL nicht im gesamten Gemeindegebiet über „Schnell im Netz“ möglich ist. Es wurde um Verständnis für keine weitere Stellungnahme gebeten.

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