Das Landgericht Koblenz kündigte an noch heute das Urteil gegen die Betreiber eines rechtsextremistischen Internetradios zu fällen. Den 18 Betreibern und Mitarbeiter des Nazi-Radios wird vorgeworfen, nationalsozialistische und rassistische Inhalte verbreitet zu haben. Die Freiheitsstrafen könnten bis zu über 3 Jahren reichen.
Auch Aufruf zur Gewalt steht im Raum
Die angeklagten Männer im Alter von 20 bis 37 Jahren müssen sich nicht nur für das Abspielen rechtsextremer und in Deutschland als illegal gehandelter Musik verantworten, sondern auch für diverse Ausländerfeindliche Kommentare zwischen den Liedern, sowie der formellen Gründung einer Gewaltorganisation von Skinheads und Rechtsextremer. In dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft reichen die geforderten Strafen, in Abhängigkeit der Schwere der Straftat, von einer Gefängnisstrafe von über 3 Jahren bis zu 9 Monaten Bewährung für Mitarbeiter und Nicht-Gründungsmitglieder.
Sowohl Kommentare als auch Musik als menschenverachtend eingestuft
Die abgespielte Musik in Verbindung mit den Kommentatoren der jeweiligen „Moderatoren“ hielt dabei stets eine klar menschenverachtende Linie im Programm des „Widerstand-Radio“ aufrecht. Ob die Höchststrafe von 3 Jahren und 3 Monaten jedoch angewandt wird, steht aktuell vor der Urteilsverkündung noch nicht fest.

11. April 2011 - 
