Für die nächsten Monaten plante die Telekom bislang einen massiven Ausbau der Glasfasernetze direkt in die Haushalt. Doch der Telekom-Chef René Obermann schränkt den Ausbau nun ein, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtete. Nun sollen nur noch 160.000 Haushalte direkt an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Kunden nicht zahlungsbereit

Renè Obermann, Quelle: telekom.de
Laut Obermann sollen im Jahr 2012 einige hunderttausend Haushalte zusätzlich mit Glasfaser ausgestattet werden. Obwohl vor einem Monat noch angepeilten Zielgröße von vier Millionen Haushalten bis 2012 ist nicht mehr die Rede. Die drastische Reduzierung der Ausbaupläne ist laut Obermann auf die hohen Anforderungen der Regulierungsbehörde und, vor allem, die fehlende Nachfrage und fehlende Zahlungsbereitschaft der Kunden zurückzuführen.
Fehlendes Interesse
Bereits im Jahr 2010 wollten nur 25 Prozent der 602.000 Haushalte und Gebäude in Deutschland, die Glasfaseranschlüsse nutzen konnten, dessen Preisaufschlag zahlen. Und auch bei VDSL-Anschlüssen ist dies nicht anders. Nur eine von zehn Millionen möglichen Kunden wollte die Leistung der Telekom in Anspruch nehmen. Mit der Glasfaserleitung, die bis zum Endkunden reicht, lassen sich Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde erreichen. Die Telekom setzte ab Mai entsprechende Tarife an, die zunächst aber nur Übertragungsgeschwindigkeiten von maximal 200 Megabit pro Sekunde für Downloads, und bis zu 100 Megabit pro Sekunde für den Upload vorsehen.