Ärgerlicher Zusammenschluss von Post und Vodafone

Auf vielen Feldern verabredete der zweitgrößte Telekommunikationskonzern Deutschlands enge Zusammenarbeit mit der Post. Vodafone will Vorzeigekunde für den E-Post-Brief der Post werden: Das System sorgt für den elektronischen und sicheren, aber gebührenpflichtigen Versand von Mails. Das Nachrichtenmagazin „RP ONLINE“ berichtete heute über die baldige Bündelung der Kräfte.

E-Post-Brief im Vordergrund

Dafür, dass Vodafone den E-Post-Brief bewirbt, wird der Bonner Logistikkonzern seinen gesamten Bedarf an Mobilfunk- und Datendiensten künftig statt über den ehemaligen Schwesterkonzern Deutsche Telekom über Vodafone abwickeln. Die Telekom ärgert sich über beide Absprachen. Denn sie verliert speziell im Mobilfunk einen wichtigen Kunden, auch wenn die Post weiterhin Festnetzkunde bleibt. Außerdem rückt aber auch das eigene System „D-Mail“, das Mails ebenfalls sicher versendet, noch weiter in den Hintergrund.

Pläne für E-Commerce

Abgesehen von dieser Vereinbarung führen Post und Vodafone auch Gespräche über weitere strategische Kooperationen, wie ein Vodafone-Sprecher erzählte. Diese seien allerdings noch im Anfangsstadium. Wie die „Financial Times“ berichtete, haben die Konzerne vor, gemeinsam Dienste und Produkte in den Bereichen „Digitale Identität“ und „Digitales Bezahlsystem“ entwickeln. Gemeinsam wollen sie im E-Commerce mitmischen.

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