Schimmel bei Vodafone

Wegen massivem Schimmelbefall mussten 250 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze am Seestern am Niederkasseler Lohweg verlassen. Gutachter schlugen Alarm und so mietete hat der Telekommunikationsriese 3500 Quadratmeter im Rheinoffice am Seestern abgemietet. Wie „RP ONLINE“ berichtete, ist das alte Gebäude kaum noch sanierungsfähig.

Gesundheitsgefahr für Mitarbeiter

Am Wochenende zogen 250 Mitarbeiter des am Seestern beheimateten Telekommunikationskonzerns Vodafone mit ihrem Arbeitsplatz um. Sie mussten das Gebäude so schnell wie möglich verlassen weil es massiv von Schimmelpilzen befallen ist, wie der Vodafone-Sprecher Bernd Hoffmann am Montag bestätigte. Über den Schimmelpilzbefall wurde erstmals Anfang des Jahres berichtet, wie Hoffmann erzählte. Unternehmensleitung und Betriebsrat schalteten nach Begehungen und Prüfungen Gutachter ein um die mögliche Gesundheitsgefahr zu untersuchen. Denn mehrere Mitarbeiter beklagten sich bereits über derartige Beschwerden, die mit dem Schimmelpilz in Zusammenhang stehen könnten. „Es ist bisher aber niemand aufgrund der Probleme in den Räumen erkrankt“, betont Hoffman. Der Betriebsrat machte dennoch Druck. „Wir haben das Thema gepuscht und vor allem deshalb ist es so schnell zu einer Lösung gekommen“, wie Konzernbetriebsratschef Dirk Oschmann der Rheinischen Post mitteilte.

Größter Vermietungserfolg

Für die betroffenen Mitarbeiter musste nun in möglichst kurzer Zeit eine ausreichend große Bürofläche gefunden werden. „Das gelang mit allen Beteiligten sehr gut, da alle flexibel waren“, so Christoph Mezelinsky von Makler BNP Parisbas, die denneuen Vermieter beraten hat. Die 250 Vodafone Mitarbeiter konnten nach intensiver Sucher und Herrichtung der Büroflächen am Wochenende komplett in das Rheinoffice an der Emanuel-Leutze-Stra0e 11 einziehen. „Das ist mit insgesamt 3500 Quadratmetern Fläche der größte Vermietungserfolg für den Seestern seit einem Jahr“, so Guido Nabben von Anteon, dem Berater von Vodafone. Das Unternehmen machte keine Angaben zu den Umzugskosten.

Umzug des Vodafone-Campus

Bei Vodafone war man froh über das Gelingen dieses kurzfristigen Mietvertrages, da dies in der Branche völlig unüblich ist. Das Kommunikationsunternehmen bindet sich nun für zwei Jahre an das Rheinoffice. Spätestens dann geht es in den Neubau des Campus, in dem alle Konzern-Abteilungen zentral zusammengeführt werden. Die neue Vodafone-Zentrale wird auf dem früheren Gatzweiler-Gelände ganze 100 Meter in die Höhe ragen. Bis 2012 soll der Bau des Vodafone-Campus mit einem Parkhaus im Heerdter Dreieck abgeschlossen sein.

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