In den nächsten Jahren will die Vodafone-Gruppe das Angebot für professionelle Kunden aller Art deutlich ausbauen. Das Unternehmen will den großen Vorsprung der Telekom in diesem Feld nicht länger hinnehmen. Der für Geschäftskunden zuständige Geschäftsführer Jan Geldmacher erklärte dies gestern anlässlich der Eröffnung eines speziellen Beratungszentrums. Das berichtete „RP ONLINE” am heutigen Mittwoch.
Beratungszentren für Geschäftskunden
Das neue Beratungszentrum im Düsseldorfer Hafenviertel, woe Geldmacher den neuen Plan verkündete, wurde speziell für Firmenkunden eingerichtete. Deutschlands zweitgrößter Telekommunikationsanbieter stellt hier, mit Partnern wie 3M oder Hewlett-Packard, Ideen und fertige Produkte vor. Auf einem halben Stockwerk finden Dinge, mit denen sich Arbeiten dank Mobilfunktechnik besser und günstiger abwickeln lassen. Weitere Kunden werden in acht kleineren Beratungszentren bundesweit geworben.
Chancen und Projekte
Vodafone kann mit einigen Neuheiten aufwarten. Ein Projekt ist zum Beispiel, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern Mini-Handys in die Hand drücken, die bei einem Überfall dem Auslösen von Notrufen dienen. Das Gerät soll pro Monat bis zu rund 35 Euro kosten. Dafür garantiert der Partner Kötter Securities, dass ein solches Notruf-Handy schnell geortet werden kann. Vodafone sieht aber auch bei den Dienstleistungen rund um die Gesundheit große Chancen. Mit einem Partner entwickelt der Konzern darum ein Messgerät für Blutzucker, welches die Daten an den Arzt übertragen kann. Ein Stethoskop mit Mobilfunkmodem soll die Herzdaten übertragen. In ländlichen Regionen lebende Menschen können so Spezialisten zu Rate ziehen, ohne den weiten Weg in die Stadt unternehmen zu müssen.
Keine Strategie erkennbar
Obwohl die Angebote einen Plan von Vodafone vermuten lassen, ist die genaue Strategie noch unklar. In Deutschland setzt das Management vehement auf anspruchsvolle Dienste, um auch jenseits des reinen Mobilfunks Geschäfte zu machen. Der Weltchef von Vodafone, Vittorio Collao, sieht die Gruppe allerdings weiter eher als reinen Telekommunikationskonzern.

11. Mai 2011 -