Versatel vor Ausgliederung seines technischen Außendienstes

Einem Exklusiv-Beitrag des Handelsblattes vom gestrigen 11.05.2011 ist zu entnehmen, dass der Telekommunikationsanbieter Versatel im vierten Quartal seinen bisherigen technischen Außenbereich für die Wartung, Instandhaltung und den Service der Netze an den schwedischen Ausrüster Ericsson ausgliedert. 95 Mitarbeiter von Versatel wechseln dabei zu Ericsson, für das dieser Schritt einen Durchbruch auf dem deutschen Markt bedeutet, indem erstmals der technische Außendienst eines alternativen Festnetzbetreibers ausgelagert wird.

Allerdings hatten vorher schon die Telekom und Vodafone als traditionelle Netzbetreiber den Service für die Wartung ihrer in Deutschland befindlichen Netze an Telekommunikationsausrüster ausgelagert. Ericsson erhielt dabei den Zuschlag für die Übernahme des Services für das deutsche Fest- und Mobilfunknetz von Vodafone.

Die Ausgliederungsmaßnahmen sind für Ericsson auch deshalb wichtig, weil sie von der bisher geübten Praxis der Vergabe der technischen Außendiensten im Mobilfunk-Geschäft abweichen und den Festnetzbereich in diese Tendenz eingliedern.

Bei Ericsson ist gegenwärtig mit etwa 45.000 Mitarbeitern rund die Hälfte der Gesamtbelegschaft weltweit in diesem Dienstleistungsbereich beschäftigt. In Deutschland sind nach der Übernahme der Leistungen für Versatel etwa 660 Fachkräfte von Ericsson für mehrere Kunden tätig, was letztlich für beide Seiten vorteilhaft ist.

Versatel-Chef Bellinghoven sprach in diesem Zusammenhang von erreichbaren Kosteneinsparungen seines Unternehmens und der sich aus der Ausgliederung ergebenden Chance, sich noch stärker als bisher auf den Ausbau der Kundenbeziehungen konzentrieren zu können.

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