Ein Brand im Sendeturm Calau in der Niederlausitz verursachte am vergangenen Dienstag den kompletten Ausfall von Grundnetzsendern bei UKW-Radio, DVB-T und Mobilfall. Bei letzterem war besonders das mobile Internet im Vodafone-Netz betroffen, wie Medienberichten zu entnehmen ist. Auch weiterhin gibt es hier Probleme mit der Mobilfunkversorgung.
Bevölkerung wurde evakuiert
Aus bisher noch ungeklärter Ursache entfachte das Feuer in 120 Meter Höhe im Technikraum des Sendeturms und zerstörte diesen vollständig. Weil die Löschung des Brandes unmöglich war, wurde die Bevölkerung im Umkreis des 180 Meter hohen Turmes evakuiert. Etwa 400 Menschen waren von den Maßnahmen betroffen. Heute konnten sie wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.
Südbrandenburg unterversorgt
Durch den Brand sind Grundnetzsender betroffen, wodurch der komplette Süden Brandenburgs für längere Zeit bei Radio- und TV-Sendern unterversorgt war. Fernsehprogramme von DVB-T sind auf unbestimmte Zeit eingestellt wurden. Auch die Kabelversorgung von DVB-T ist hiervon betroffen. Das Ausweichen auf Satellit bleibt eine Alternative, um Das Erste, rbb Fernsehen, Phoenix, Eins Extra, MDR Sachsen, NDR Niedersachsen, ZDF, 3sat, KiKa, ZDFneo und den ZDF Infokanal zu empfangen. Aber auch die Versorgung mit UKW-Programmen, insbesondere die rbb-Wellen, wurden hart getroffen. Die Grundsender mit hohen ERP-Leistungen fallen aus. Notsender wurden bereits in Betrieb genommen. Diese können allerdings nur den Raum Cottbus versorgen.
Kaum Empfangsalternativen
Besonders an der Grenze zu Sachsen sind kaum noch Möglichkeiten für Alternativfrequenzen zu finden, mit denen Programme brauchbar empfangen werden können. Wegen der Nähe zu Berlin gibt es im nördlichen Sendegebiet noch einige Alternativen zum Empfang einiger Sender. Für den Sorbischen Rundfunk gibt es keine Ausweichmöglichkeiten. Und auch für Deutschlandradio Kultur sind nur an den Rändern des Sendegebiets Alternativen vorhanden. All die Ausweichfrequenzen bieten allerdings keine flächendeckende Versorgung, so dass auf das Internet ausgewichen werden muss. Wer sein Internet von Vodafone bezieht, muss allerdings auch hier mit Problemen rechnen.

13. Mai 2011 -