DSL-Anbieter stellen auf LTE um

Die Telekom hat nun ihr erstes LTE-Netz an den Mann gebracht. Als erste Stadt kann sich nun Köln über das Surfen in Hochgeschwindigkeit freuen. Laut der Deutschen Telekom sollen demnächst weitere Großstädte folgen. Aber auch Vodafone wirbt bereits mit Turbo-Internet, obwohl hier schon einige Probleme bekannt wurden. O2 zieht ebenfalls nach.

Telekom auf Ausbau-Kurs

Die Deutsche Telekom nimmt rund ein Jahr nach der Versteigerung das erste LTE-Hochgeschwindigkeitsnetz in Betrieb – in einer deutschen Großstadt. Der neue Mobilfunk soll ab Herbst auch über 100 weitere Städte versorgen. Bereits diesen Monat startet parallel zum Ausbau eine umfassende Testphase für LTE. Ausgewählte Geschäftskunden in München, Frankfurt und Münster stellen sich hierfür zur Verfügung. In Köln waren rund 80 Telekom-Mitarbeiter in rund 5.000 Arbeitsstunden nötig um die Technik zu installieren. In den vergangenen Monaten verlegte die Telekom bereits 120 Kilometer Glasfaser im Kölner Stadtgebiet. Mit ihnen werden Basisstationen mit der Übertragungstechnik verbunden. Knapp fünf Millionen Euro mussten hierfür investiert werden. Dafür kann Köln nun mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde durch das Internet surfen.

Unmut bei Vodafone-LTE

Während das schnelle Internet bei der Telekom gerade noch in den Startlöchern steht, gibt es bei Vodafone bereits die ersten Probleme. Der Unmut bezieht sich auf Netzabbrüche, die ein bis zwei Mal pro Stunde vorkommen, verpasste Anrufe und wirkungslose Updates. Vodafone selbst spricht hier von wenigen Fällen und schien das Problem am vergangenen Wochenende mit einem Firmware-Update für die Funkmodems beseitigen zu wollen. Die Software gelangte per Fernsteuerung auf viele Modems – und sorgte für noch mehr Abstürze.

Die einzig erfolgreiche Reaktion von Vodafone war bisher, die Zufriedenheitsgarantie bis Ende Juni zu verlängern. LTE-Neukunden haben nun genügend Zeit, von ihrem Vertrag zurückzutreten, falls sie nicht überzeugt sind. Auf Anfrage nahm ein Vodafone-Sprecher zudem Stellung zu dem Problem: „Wir haben das im Auge, wir gehen das schon an“, so seine Aussage. Es wurde wohl festgestellt, dass „ die Komponenten des Systems in der Phase der ENtzkonfigguration nicht optimal zusammenarbeiten“. Das Problem sei „eindeutig auf die Hardware zurückzuführen“. Vodafone arbeitet nun an einer Lösung.

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