Immer mehr Deutsche nutzen das Internet über ihre Mobilfunkgeräte. Der Branchenriese Vodafone konnte aus diesem Grund in den vergangenen drei Monaten Rekordumsätze bei seinen mobilen Datendiensten in Deutschland verzeichnen. Wie die ‚Süddeutsche Zeitung‘ berichtet, sind die Erlöse um mehr als ein Fünftel gestiegen.
Einnahmen für Fremdnetzanrufe halbiert
Im Teilbereich mobiles Internet, so teilte die Vodafone D2 GmbH am Freitag in Düsseldorf mit, stiegen die Erlöse gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um mehr als ein Fünftel auf 411 Millionen Euro. Diese Dienste machen somit bereits ein Viertel des Mobilfunkgeschäftes aus. Der Deutschlandumsatz stagnierte allerdings trotz des Booms von mobilem Internet und mobilem E-Mail-Service. In den Monaten April, Mai und Juni lag er bei knapp 2,2 Milliarden Euro. Denn das Düsseldorfer Unternehmen darf für Anrufe aus anderen Mobilfunknetzen nicht mehr so viel Geld von der Konkurrenz verlangen, da die Regulierungsbehörde die Höhe der sogenannten Terminierungsentgelte für die Branche gekappt hat. In der Folge gingen die Einnahmen, die für Gespräche aus anderen Mobilfunknetzen entstanden, um die Hälfte zurück. Der Umsatz für DSL und Festnetz bliebt in den Monaten April bis Juni hingegen stabil.
Umsätze des ersten Quartals
Nicht nur in Deutschland spürte der britische Konzern, dass die Nachfrage nach mobilen Datendiensten stieg. In den Monaten von April bis Juni, dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12, ist der Konzernumsatz um 3,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Britische Pfund, also 13,2 Milliarden Euro, gestiegen. Dies teilte Vodafone in London mit. Dabei sei der Datenumsatz um 24,5 Prozent auf 1,5 Milliarden Pfund gestiegen sein. Aber Vodafone ist nicht das einzige Unternehmen, welches seine Ergebnisse veröffentlichen wird: Während die Deutsche Telekom ihre Halbjahresbilanz in der übernächsten Woche bekannt geben wird, wird E-Plus seine Zahlen am kommenden Dienstag, und Telefónica Germany (O2) am Donnerstag veröffentlichen.

