Unitymedia verhandelt mit Freenet

Zwischen dem hessischen und nordrhein-westfälischen Kabelnetzbetreiber Unitymedia und dem Mobilfunk-Finalisten Freenet laufen Presseberichten zufolge derzeit Verhandlungen. Denn Unitymedia hat sich zum Ziel gemacht, künftig schnelle Internet-Anschlüsse und Digital-TV-Pakete auch in den Shops der Marken Mobilcom und Debitel zu verkaufen.

Unternehmen auf Erfolgskurs

Im Vertrieb wollen die beiden Unternehmen künftig enger zusammenarbeiten. Darauf verständigten sich der Chef von Freenet, Christoph Vilanek, und der Boss von Unitymedia, Lutz Schüler. Dies berichtete die „Wirtschaftswoche“ am Samstag im Voraus. Außer dass die Verträge in Kürze unterschrieben würden, wurden keine Details bekannt. Während Unitymedia von sich aus seine Präsenz in den Einkaufsstraßen verstärken wollte, um neue Zielgruppen zu gewinnen, war auch Kabel Deutschland eingeladen, eine ähnliche Vereinbarung mit Freenet abzuschließen. Die Verhandlungen mit den Kabelnetzbetreibern zögern sich den Angaben zufolge allerdings heraus. Sie finden bei The Phone House, der zweiten großen Mobilfunkshop-Kette in Deutschland, statt. Auch dieser Konzern wäre aber grundsätzlich dazu bereit, die Produkte in ihr Sortiment aufzunehmen. Hier gilt es allerdings noch einige Hindernisse zu überwinden.

Steine auf dem Weg ins Glück

Um im Phone House einsteigen zu können, muss noch einiges passieren. Dazu gehört die Regionalisierung und Fragmentierung der Kabelbetreiber, auf welche die IT-Prozesse in den Shops allerdings nicht vorbereitet sind. Kabel Deutschland sieht das Hauptproblem derweil in den hohen Eintrittsgebühren, die Phone House für die Aufnahme in die Shops verlangt. Wenn diese zu bewältigen sind, wäre die Kooperation aber auch für die Deutsche Telekom eine positive Entwicklung. Denn der Wettbewerbsdruck wird für den Rosa Riesen in den Shops der Telekommunikations-Vertriebler immer stärker: Während Kabel Deutschland rund 8,8 Millionen Kunden in dreizehn Bundesländern versorgt, sind es bei Unitymedia in Hessen und Nordrhein-Westfalen rund 4,5 Millionen. Und auch der dritte Platz geht nicht an die Telekom, sondern an Kabel-BW, der nur Baden-Württemberg versorgt.

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