Telekomkunden begeistern sich für DSL-TV

Im ersten Halbjahr konnte die Deutsche Telekom rund 100.000 Kunden von ihrem IP-Fernsehangebot „Entertain” überzeugen. Dies geht Medienberichten zufolge aus den am Donnerstag vorgelegten Bilanzzahlen hervor. Entertain lässt sich mit einer DSL-Leitung empfangen, nur wer HD-Sender empfangen will, braucht VDSL. Dieses ist allerdings nur in Ballungsräumen verfügbar.

Internet-Fernsehen auch im Büro

Währen das Fernseh-Angebot der Deutschen Telekom Mitte 2010 noch bei 1,0 Millionen Haushalten lag, stieg die Zahl bis zum Ende vergangenen Jahres auf 1,2 Millionen. Inzwischen nutzen 1,3 Millionen Haushalte den Fernseh-Service der Telekom. Zwischen Januar und Ende Juni entschieden sich monatlich etwa 16.500 Kunden für Entertain. Da die Konkurrenz Vodafone-TV und Alice-TV (O2/Hansenet) nur einen Bruchteil der Kunden aufweisen, bleibt die Deutsche Telekom somit Platzhirsch im IP-TV. Der Konzern splittete in seinem Bericht zudem erstmals auf, wie viele private und berufliche Nutzer es gibt: Während 1,2 Millionen Kunden Entertain in den eigenen vier Wänden nutzen, buchten 100.000 Kunden das IP-Paket für die Firma. In den süd- und osteuropäischen Märkten steigerte sich die Kundenzahl im ersten Halbjahr auf 2,6 Millionen.

Sättigungsgrenze für Breitbandanschlüsse erreicht

Während das Geschäft mit dem IP-Fernsehen ausgesprochen gut läuft, stieg die Anzahl der Breitbandanschlüsse nur leicht, von 12,0 auf 12,2 Millionen seit Januar. Die Sättigungsgrenze scheint hier fast erreicht zu sein.

Es gab aber auch gegensätzliche Entwicklungen, die Anzahl der Festnetzanschlüsse ging deutlich zurück: 700.000 Telekom-Kunden kündigten ihren Anschluss und inzwischen nutzen nur noch 24 Millionen Haushalte dieses Angebot des Bonner Konzerns. Noch schlimmer hat es den Gewinn des Konzerns getroffen: Dieser sank um 26,7 Prozent auf 384 Millionen Euro. Im zweiten Quartal erzielte die Deutsche Telekom einen Umsatz von 10,98 Milliarden Euro, also 3,3 Prozent weniger als vor einem Jahr.

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