Laut Medienberichten will der Mobilfunkkonzern einen Großteil seiner mehr als vier Millionen Kunden zu einem Wechsel vom Festnetz hin zu der neuen Mobilfunktechnik LTE animieren. Davon verspricht sich der Konzern einen deutlichen Umsatzzuwachs sowie eine langfristige Ersparnis von jährlich ungefähr 500 Millionen Euro. Die Bandbreiten der neuen Technik seien derzeit für den privaten Gebrauch ausreichend.
Umsetzzuwachs durch Umstellung
Friedrich Joussen, Vorsitzender der Geschäftsführung und Mitglied des “CEO Council”, zeigt sich zuverlässig, dass sich ein Großteil der Kunden für den Wechsel entscheiden wird und somit die Konzernrechnung aufgeht. Seiner Aussage zufolge stelle die LTE-Technik eine Bandbreite zur Verfügung, die für alle denkbaren Anwendungen im privaten Bereich ausreichend sei. Für die Nutzung des Festnetzes müsse der Konzern aktuell rund 500 Millionen Euro jährlich an den Wettbewerber Deutsche Telekom zahlen. Diese Summe werde als Miete für die Teilnehmeranschlussleitung fällig. Joussen sagt dazu, dass die Telekom derzeit mehr an den Festnetzkunden von Vodafone verdiene, als Vodafone selbst. Deshalb müsse eine Umstellung erfolgen.
Kunden, die nicht wechseln wollen, könnten zum Verkauf stehen
Zudem gibt Joussen an, dass Kunden, die sich nicht für den Wechsel zur neuen Technik entscheiden, im Anschluss an die Umstellung zum Verkauf stehen könnten. Der Konzern habe außerdem keine Probleme beim Mobilfunk. Bei den Privatkunden sei jedoch ein Gefälle zwischen Mobilfunk und Festnetz festzustellen. Allerdings soll die neue Technik die Erlöse im Mobilfunkbereich weiter erhöhen. Des Weiteren rechne Joussen mit einem schneller werdenden Anstieg des Geschäfts mit den Unternehmenskunden. Dieses war in der Vergangenheit überproportional angestiegen.

19. August 2011 - 