Der DSL-Markt in Deutschland hat seine Wachstumsgrenzen erreicht. Insgesamt verfügen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes annähernd 73 Prozent der deutschen Haushalte über einen Internetanschluss. Zum Ende des zweiten Quartals dieses Jahres wurden rund 22 Millionen schnelle Internetanschlüsse verzeichnet. Aus diesem Grund geht die weitere Erschließung langsam voran. Nach Expertenangaben ist der Markt gesättigt. Das Wachstum bei Neuanschlüssen lag im vergangenen Quartal bei 0,19 Prozent, wie ‚business-panorama‘ berichtet.
Klassische DSL-Anbieter als Verlierer?

Die DSL-Anbieter müssen sich auf schlechte Zeiten einstellen. Der DSL-Markt in Deutschland ist gesättigt und das bekommen vor allem die klassischen DSL-Anbieter zu spüren. Diese verlieren teilweise viele Kunden. Zu den Verlierern gehören unter anderem 1&1, Versatel und Vodafone. 1&1 hat es bislang am härtesten getroffen. Rund 30.000 Kunden wechselten von dem Anbieter weg. Hingegen konnten die Deutsche Telekom, O2 sowie Alice Neukunden dazu gewinnen. Aus den Zahlen lesen Experten einen Trend zu den Kabelnetzbetreibern ab. In der Summe konnten die Kabelnetzbetreiber einen Zuwachs an rund 143.500 Neukunden verzeichnen. Der Anteil am DSL-Markt wuchs somit auf rund elf Prozent an.
Kabelnetzbetreiber erleben Aufschwung
Als Gewinner des neuen Trends können sich vor allem die drei großen deutschen Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia sehen. Kabel Deutschland ist mit aktuell mehr als 1,3 Millionen DSL-Anschlüssen Spitzenreiter unter den Kabelnetzbetreibern. Das Kabelnetz, welches die Unternehmen nutzen, gehörte zuvor der Deutschen Post, die sich jedoch aufgrund gesetzlicher Auflagen davon trennen musste. Diese erkannte nicht die Möglichkeit, das Kabelnetz nicht nur zum Fernsehen, sondern auch für Internetanschlüsse zu nutzen. Das Unternehmen verkaufte das gesamte Netz.

30. August 2011 - 