Niek Jan van Damme, der Festnetz-Chef der Telekom, nutzte das Podium der IFA in Berlin, um einige Forderungen von Deutschlands größtem Telekommunikationsunternehmen der Öffentlichkeit näher zu bringen.
Regionale Regulierung solle Wettbewerbsverzerrungen eindämmen
Massive Wettbewerbsverzerrungen bestünden laut van Damme vor allem durch eine unzureichende generelle Regulierung der in letzter Zeit besonders erfolgreichen Kabelnetzbetreiber. Ihre Erfolge im Neukundenbereich des DSL-Festnetzgeschäftes führe vor allem in den Ballungsgebieten dazu, dass Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia teilweise Marktanteile von über 70 Prozent inne haben. Diese erreichen sie durch die von ihnen angebotenen schnellen Internet-Anschlüsse. Diesen Zustand wolle die Telekom nicht länger hinnehmen und fordere daher eine neu festzulegende regionale Regulierung.
Dies sei um so dringender erforderlich, da die Kabelnetzbetreiber im Unterschied zur Telekom ihre Netze dem Wettbewerb nicht öffnen müssten.
Notwendigkeit für frei nutzbare Internetplattformen begründet
Als einen weiteren Schwerpunkt seiner Ausführungen kritisierte der Telekom Festnetz-Chef die bisherige Praxis, dass den Nutzern zwar eine Vielzahl unterschiedlicher Apps und Services zur Verfügung stehen, diese jedoch von unterschiedlichen Anbietern stammen. Dies verlange vom Nutzer ein mehrfaches Archivieren dieser Daten. Die Telekom bemühe sich aber darum, für ihre Kunden diese Vielfalt an Anbieter gebundener einzelner Plattformen einzudämmen und dafür eigene übergreifende Angebote zu erstellen. Dabei müsse gesichert werden, dass künftig unterschiedliche Plattformen und Betriebssysteme eine größere Kompatibilität aufweisen und alle dabei gespeicherten Daten den deutschen Datenschutzbestimmungen unterliegen.

02. September 2011 - 