Ein Abschnitt der Autobahn A7 wird durch eine Datenautobahn begleitet

Längs durch Deutschland, von der Grenze zu Österreich bis an die dänische Grenze verläuft eine der wichtigsten Transportadern unseres Landes, die Autobahn A7. Nun wird begonnen, parallel zu ihr auf einer etwa 80 Kilometer langen Strecke zwischen Kircheim und Kassel eine zweite Autobahn für den superschnellen Transport von Daten mittels Glasfaser zu verlegen.

Schwalm-Eder-Kreis wird davon profitieren

Die von dieser Maßnahme profitierenden Kommunen zeigen sowohl hinsichtlich des privaten Sektors als auch der Gewerbetreibenden und der kommunalen Einrichtungen ein großes Interesse und sind zu einer aktiven Mitwirkung bereit. Immerhin wird es nach Realisierung dieses umfangreichen Vorhabens möglich sein, die Privathaushalte in den Städten und Gemeinden mit bis zu 50 MBit/s und die Gewerbegebiete mit bis zu 1 GBit/s zu versorgen.

Genauere Informationen werden die Betroffenen dazu in den nächsten Wochen erhalten.

Damit werden Industrie- und Gewerbeansiedlungen in dieser Region wieder interessanter, die Nutzung von Shops und die Vernetzung mit Zulieferern kann effektiver gestaltet werden und die Tourismusbranche kann ihren Buchungsservice verbessern.

Glasfaser und LTE könnten die Zukunft des Internet gemeinsam bestimmen

Obwohl gerade in den Tagen der diesjährigen IAF in Berlin fast alles nur von LTE und Internet-TV spricht, wird mit der Vorbereitung zur Realisierung dieses Vorhabens deutlich, dass das klassische DSL auf der Basis fester Netze noch nicht so schnell abgeschrieben werden sollte, wie es zur Zeit den Anschein haben kann.

Natürlich ist der 4G-Technologie des LTE dort der Vorrang einzuräumen, wo die Verlegung von Kabeln sehr teuer und aufwendig ist. Wo bestehende Netze jedoch sinnvoll nachgerüstet werden können oder mit der Verlegung von Glasfaserkabel, wie entlang der Autobahn A7 im Rahmen der Wirtschaftsförderung ganze Gebiete mit schnellem Internet durch eine erprobte und zuverlässige Technologie der Vernetzung versorgt werden können, scheint auch auf längere Sicht der Einsatz beider Techniken sehr sinnvoll.

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