In den USA wird der Widerstand gegen einen Verkauf der T-Mobile USA an AT&T immer größer. Das Justizministerium hatte bereits gegen die geplante Fusion geklagt, auch der Konkurrent Sprint hatte sich Anfang September zu einer Klage gegen den Rivalen entschieden. Nunmehr haben sich sieben US-Bundesstaaten der Klage des Justizministeriums angeschlossen.
Vergleich möglich?
Für den 21. September hat die Richterin in Washington zu einer Anhörung geladen. Dabei sollen die Möglichkeiten eines Vergleichs erörtert werden. Eigentlich hatte sich die Deutsche Telekom zu einem Verkauf der schwächelnden US-Tochter entschlossen, um sich damit eines Sorgenkindes zu entledigen. Inzwischen entwickeln sich die Fusion und das geplante 39 Milliarden US-Dollar-Geschäft für das Bonner Unternehmen jedoch recht unerfreulich.
Dominanz des Marktes befürchtet
Durch die Fusion steigt AT&T zum Marktführer in den USA auf, Kritiker und Kläger befürchten eine Preisdiktatur durch den neuen Großkonzern. Die amerikanischen Kunden würden keine Wahlmöglichkeiten mehr haben und der neue Konzern würde den Markt dominieren.
Das Nachrichtenportal n-tv berichtet, AT&T dränge auf eine schnelle Klärung vor Gericht. Der amerikanische Telefonriese will die Bedenken der Kläger ausräumen. Nach Angaben des Nachrichtenportals könnte dies durch die Abtretung von Funklizenzen oder Kunden an die Mitbewerber geschehen. AT&T wies darauf hin, dass bei den meisten Bundesstaaten keine Vorbehalte gegen die Fusion bestünden. Unter den jetzt klagenden Staaten sind Kalifornien und New York, deren Stimmen in den USA einiges Gewicht haben.

19. September 2011 - 