Der Online-Kiosk der Deutschen Telekom, ‚Page Place‘ soll schon im kommenden Jahr massiv wachsen. Die Verkaufsplattform für Bücher, Zeitschriften und Zeitungen auf Tablet-PCs und Smartphones soll auch in große europäische Märkte expandieren, wie das ‚Handelsblatt‘ berichtet. Während das Bonner Unternehmen in Deutschland derzeit besonders das Marketing im Blick hat, werden in Europa neue Partner gesucht.
Internationalisierung als großes Thema
Die Telekom will Märkte in europäischen Ländern erschließen. „Dazu gehören Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien und Polen“, wie Thomas Kiessling, Chief Innovation Officer der Deutschen Telekom, erläuterte. „Internationalisierung ist ein großes Thema für uns“, fügte er an. Der Bonner Konzern sucht derzeit Handelskonzerne als Partner. „Die Expansion ins Ausland werden wir nicht aus eigener Kraft stemmen können“, so der 45-Jährige Manager. „Wir sind daher in Gesprächen mit starken Handelsunternehmen in den jeweiligen Ländern.“ Wie Brancheninsider angaben, soll die Telekom in Frankreich beispielsweise auch eine Kooperation mit dem Medienhändler Fnac suchen.
Das Ziel des Online-Kiosk der Telekom ist es vor allem, schnell zu wachsen, im europäischen Ausland wie im Heimatmarkt. Der Konzern ist nach eigenen Worten „sehr zufrieden“ mit der Kundennachfrage, obwohl der Markt noch in der Startphase steckt. Für Telekom-Verhältnisse sind die Nutzerzahlen bescheiden. Obwohl die Anzahl registrierter Nutzer von Page Place laut Kiessling „im gut fünfstelligen Bereich“ liegen, will sich der Innovationschef zu Umsätzen nicht äußern.
Starkes Wachstum erwartet
Mit derzeit 70 Mitarbeitern wird Page Place die Gewinnzone wahrscheinlich noch nicht erreicht haben. Doch „schwarze Zahlen haben für uns in dieser Phase nicht oberste Priorität.“, beschwichtigte Kiessling, „Für uns geht es darum, den Markt zu entwickeln“. Noch fehlen der Plattform die Inhalte. Doch sowohl die Telekom- als auch die Medienindustrie gehen davon aus, dass es bei den internetfähigen Minicomputern bald ein großes Wachstum geben wird. Denn die Tablet-PCs dienen als Lesegeräte für elektronische Printprodukte. Branchenstudien prognostizieren, dass 2012 die Grenze von zwei Millionen Tablet-PCs in Deutschland übersprungen wird.

19. September 2011 -