Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone hob seine Jahresprognose an. Begründet wird diese optimistischere Aussicht mit dem mobilen Internet und der Gefragtheit in Schwellenländern. Nachdem Vodafone für das laufende Geschäftsjahr einen bereinigten operativen Gewinn von 11 bis 11,8 Milliarden Pfund vorsah, wird dieser nun mit 11,4 bis 11,8 Milliarden prognostiziert.
Smartphones pushen Umsätze
„Wir gewinnen in den meisten unserer wichtigen Länder Marktanteile hinzu“, erklärte Vittrorio Calao also Unternehmenschef. Zeitgleich findet der Verkauf von Beteiligungen statt, welche die Briten den Angaben zu Folge nicht kontrollieren. Dabei gewinnt das Geschäft mit dem mobilen Internet an immer größerer Bedeutung. Besonders in Europa sorgt es für den Ausgleich in der zurückgehenden Sprachtelefonie. Im ersten Halbjahr konnte Vodafone seinen Umsatz um 4,1 Prozent auf 23 Milliarden Pfund erhöhen. Der Datenumsatz wird besonders durch die zunehmende Nutzung von Smartphones gepusht und konnte um rund 25 Prozent zulegen. Er macht bereits ein Siebtel des Geschäftes aus.
Gegensätzliche Entwicklungen
Der bereinigte operative Gewinn ist leicht auf 6,04 Milliarden Pfund gefallen. Dies konnte Vodafone mit der Schuldenkrise im Mittelmeerraum begründen, der Besonders in Spanien und Italien für Geschäftsrückgänge sorgte. In Indien, der Türkei und Afrika konnte Vodafone hingegen aufholen. Der Free Cash Flow erreichte im ersten Halbjahr 2,6 Milliarden Pfund. Im Ausblick auf das gesamte Jahr 2011/2012 liegt die Prognose nun bei einem Wert von 6,0 bis 6,5 Milliarden Pfund. Im Vorjahr war dieser bei 7,0 Milliarden Pfund festgesetzt.

15. November 2011 -