o2 ist mit teilweiser Überlastung seines Mobilfunknetzes konfrontiert

Schon seit einiger Zeit sollen die Beschwerden der Nutzer auf der Hotline von o2 bezüglich vergeblicher Anruf-Versuche, Gesprächsunterbrechungen und langsamer Datenverbindungen erheblich zugenommen haben. Allerdings fanden sie bisher nur insofern Gehör, dass ihre Klagen als Einzelfälle bezeichnet wurden und ein Bemühen von o2 Telefónica zur Behebung der gemeldeten Probleme nicht erkennbar war.

Nun aber haben sich eine ganze Zahl von betroffenen Mobilfunk-Nutzern im Netz zusammengefunden, um möglichst gemeinsam die Verantwortlichen von o2 zum Handeln zu bewegen.
Auf der Internetseite “wir-sind-einzelfall.de” wird dazu berichtet, dass bisher über 6.000 derartige Beanstandungen gesammelt und an o2 weiter gereicht wurden. Die vorliegenden Störungsmeldungen stammen vor allem aus Hamburg und Berlin aber auch München, Mannheim und Frankfurt a.M. sind davon betroffen.

Ein Unternehmenssprecher von o2 hat sich inzwischen in dieser Angelegenheit dahingehend geäußert, dass die Ursache für die gemeldeten Störfälle in der enormen Zunahme eingebuchter Smartphones zu suchen ist, wobei das erhöhte Datenaufkommen durch Surfen, Mailen und die Inanspruchnahme sozialer Dienste und von Sprachdateien das Netz überdurchschnittlich belastet. Um nun möglichst kurzfristig eine Abhilfe in den bekannt gewordenen Ballungsräumen der Störungen zu schaffen, kündigte der Sprecher den kurzfristigen Ausbau von vorhandenen Basisstationen an. Dadurch ließen sich zumindest die Funkressourcen erhöhen, während sich an eventuell zu langen Richtfunkstrecken kurzfristig nur wenig ändern ließe.

Um die zu erwartenden weiter steigenden Kapazitätsanforderungen langfristig in den Griff zu bekommen, werden in den Ausbau der Mobilfunknetze wohl zunehmend neuere Techniken wie LTE oder WLAN-Offloading zum Einsatz gebracht werden müssen.

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