Das Düsseldorfer Unternehmen Versatel möchte zukünftig keine Internetanschlüsse mehr für Privatkunden bewerben. Man konzentriert sich statt dessen auf Geschäftskunden und die Vermietung von Leitungskapazitäten.
Schnelle Internetanschlüsse auf DSL-Basis haben sich in den letzten Jahren auch in deutschen Privathaushalten immer mehr durchgesetzt und sind keineswegs mehr nur ein Privileg für Geschäftskunden. Da die Preise für DSL-Anschlüsse auch stark gefallen sind, sieht Alain Bandle, Vorsitzender des Aufsichtsrates von Versatel, eine Sättigung auf diesem Gebiet. Neukunden zu gewinnen werde daher immer schwieriger, in erster Linie ginge es zukünftig bei vielen Anbietern darum, Kunden von der Konkurrenz abzuwerben.
Versatel möchte allerdings weiter im Privatkundenbereich aktiv sein – es werde lediglich keine Werbung mehr gemacht, um Neukunden zu gewinnen. DSL-Anschlüsse werden nach wie vor weiter vergeben, auch Bestandskunden werden zukünftig intensiver betreut.
In vielen Ortschaften hat Versatel Partnerunternehmen, mit denen man zusammen Leitungen verlegt hat und betreibt. Diese Leitungen sieht man bei Versatel als Potenzial, welches an andere Anbieter bei Bedarf vermietet werden kann. Insbesondere hat man dabei die Mobilfunkunternehmen im Auge, da das rasante Wachstum von mobilen Datendiensten auch zu einer steigenden Nachfrage für Netzkapazitäten sorgen wird.
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13. November 2009 - 

