Intel hat seinen Medfield-Chip nunmehr zu einem Ein-Chip-System weiterentwickelt. Damit verabschiedet man sich von der bisherigen, aus drei Chips bestehenden Variante und schließt zur etablierten Konkurrenz auf.
Da Intel seine Prozessoren außerdem im 32-Nanometerverfahren produziert, zeigen sich die mit diesem Medfield-Chip ausgerüsteten Geräte stromsparender als die der Konkurrenz. Als weitere Vorteile eines mit dem Medfield-Chip ausgestatteten Referenz-Modells werden vom Technikmagazin Technology Review ein schnelleres Browsern, eine höhere Grafikleistung als bei den mit den Chips der Konkurrenz versehenen Geräten und eine sehr gute Bedienbarkeit bescheinigt.
Als Manko stellt sich lediglich die noch nicht erfolgte Integration der WLAN-Funktionalität dar, für die weiterhin ein separates System benötigt wird.
Intels neue Modelle stehen in den Startlöchern
Die mit den weiterentwickelten Medfield-Chips ausgerüsteten Prototypen der künftigen Intel-Smartphone werden in der ersten Hälfte des Jahres 2012 mit dem Erlangen ihrer Marktreife diesen sicher entscheidend beleben. Immerhin geht man davon aus, dass das Intel-Smartphone technisch mit dem iPhone 4S und anderen aktuellen Android-Geräten konkurrieren kann. Ähnliches wird bei den Tablets erwartet, wo damit Apples iPad Paroli geboten werden soll.
Ausgehend vom zur Zeit vorliegenden Prototyp des Intel-Smartphones ist zu erwarten, dass seine Größe der des iPhone 4 entsprechen wird, wobei der verstärkte Einsatz von Plastik dessen Gewicht unterbieten dürfte.
Besonders der als Burst-Modus mit der eingebauten Kamera erzeugbare Effekt, im einem Zeitraum von nur 1,5 Sekunden zehn Bilder mit der Auflösung von acht Megapixeln aufnehmen zu können, dürfte das Intel-Smartphone aus der Schar seiner Konkurrenten hervorheben. Ermöglicht wird diese schnelle Bildfolge durch eine besondere Bildbearbeitung, die der Medfield-Prozessor gestattet.

29. Dezember 2011 - 