Für den amerikanischen Hersteller Motorola ist das Weihnachtsgeschäft nicht positiv verlaufen, denn im Vergleich zum Vorjahr konnten im vierten Quartal 2011 rund 800.000 Geräte weniger umgesetzt werden. Im November hatte der Internetriese Google bekanntgegeben, den Mobilfunkhersteller übernehmen zu wollen.
Umsatz bleibt weitgehend stabil
Insgesamt stagniert das Motorola-Ergebnis jedoch und der Umsatz blieb auf Vorjahresniveau bei rund 3,4 Milliarden US-Dollar. Das liegt vor allem daran, dass mehr Smartphones als im Vorjahr umgesetzt wurden, was dem Unternehmen deutlich mehr Profit einbrachte. Darüber hinaus stieg auch der Umsatz für Set-Top-Boxen für Kabelfernsehen an, so dass das Ergebnis sich trotz der rückläufigen Handyverkäufe nicht rückläufig für den Hersteller ausfiel.
Kartellbehörden prüfen noch
Eigentlich sollte der Deal zwischen Google und Motorola bis zum Jahresende abgeschlossen sein, eine Prüfung der amerikanischen Kartellbehörden dauert jedoch noch an. Mit dem Geschäft bekräftigt Google seine Stellung im wachsenden Smartphone-Markt, so dass die Wettbewerbshüter den Handel genau unter die Lupe nehmen. Die Aktionäre erklärten sich bereits mit der Übernahme einverstanden. Google zahlt insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar für den in letzter Zeit häufig verlustreichen Handyhersteller.
Mit dem Kauf erwirbt Google auch einige Tausend Patente des Herstellers Motorola. Die Patente werden im Kampf um die Vormachtstellung auf dem Smartphone-Markt immer entscheidender und Google kann damit sein Portfolio für das Betriebssystem Android beträchtlich erweitern.

09. Januar 2012 -