Ab morgen können Bewerbungen für die neuen Top Level Domains TLD bei der zuständigen Internet-Verwaltungsbehörde Icann eingereicht werden. Nachdem der Start mehrmals verschoben wurde, soll es nun am 12. Januar so weit sein. Unternehmen oder auch Städte und Regionen können bis Mitte April bei der Icann Bewerbungen für eigene Endungen wie .berlin oder .stadt einreichen.
Prüfung erfolgt bis Ende November

Privatleute kommen nicht in den Genuss der Beantragung einer Top Level Domain, die Möglichkeit bleibt Unternehmen, Firmen oder auch Kommunen vorbehalten. In einer Pressemitteilung rät der Branchenverband Bitkom, jetzt tätig zu werden, wenn eine TLD reserviert werden soll. Es gibt Initiativen in einigen deutschen Städten, so soll es beispielsweise .berlin, .köln oder .hamburg geben.
Bis Ende November wird die Icann eine Prüfung der eingereichten Anträge vornehmen und die neuen Domains zulassen. Nach Informationen des Bitkom sollen die Webseiten mit den neuen Endungen Anfang des Jahres 2013 ans Netz gehen.
Kostspieliger Betrieb der Seiten
Ein billiges Vergnügen ist die Beantragung einer TLD nicht, denn bereits die Bewerbung kostet 120.000 Euro. Nach Angaben des Branchenverbandes kann der spätere Betrieb der Seite mit rund 200.000 Euro jährlich zu Buche schlagen.
Inhaber von Markenrechten erhalten bei der Reservierung einer TLD einen besonderen Service, denn die Icann will verhindern, dass bestimmte Endungen nur aus Spekulationsgründen reserviert werden.
