Forscher der Booth School of Business (Univertität Chicago) fanden einem Bericht des Wirtschaftsmagazins „Forbes“ die wahre Gefahr sozialer Netzwerke wie Facebook heruas: Bei einem Test mit 20 Probanden zeigte sich: Im Laufe eines Tages verspürten die Testpersonen ein größere Verlangen, sich in ein soziales Netz einzuloggen, als zu rauchen oder Alkohol zu trinken. Wichtiger als soziale Netzwerke waren nur mehr die Grundbedürfnisse, wie die „Bild“ berichtet.
Sucht gesellschaftlich akzeptiert
Die Probanden mussten insgesamt 7827 Verhaltensberichte über ihre täglichen Wünsche eingeben. Das Ergebnis: auf der Liste der am meisten herbeigesehnten Ereignisse standen lediglich noch Schlaf und Sex über dem Einloggen in ein soziales Netzwerk.
Der deutsche Studienleiter Leiter der Studie, Professor Wilhelm Hofmann warnt nun vor der Unterschätzung und Verharmlosung dieser Sucht. Denn die Internetsucht unterscheidet sich grundlegend von der Nikotin- oder Alkoholsucht: Sie ist gesellschaftlich nicht negativ behaftet.
Ich bin dann mal offline – ein Selbstversuch
Journalist Christoph Koch verzichtete 40 Tage lang auf Internet und Mobiltelefon und schrieb ein Buch über diesen Entzug. Er schildert, sich wie ein „Ex-Raucher alte Gewohnheiten aufzugeben“ und nimmt sich seit dem Experiment öfter Internet-Auszeiten.
Wer sich selbst diesbezüglich nicht kontrollieren kann, aber gerne kontrollieren möchte, der findet im Internet mit dem Tool „Freedom“ Hilfe. Dieses Tool kann alle Internetzugänge für einen Zeitraum von bis zu acht Stunden täglich unterbinden, während der Zugriff auf Mails jedoch ständig erhalten bleibt. Hilfe bietet außerdem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Seite Webaholic.info

06. Februar 2012 - 
