Neue Vorwürfe gegen Megaupload-Betreiber Schmitz

Im Fall des vor vier Wochen in Neuseeland festgenommenen Betreibers der Internet-Plattform Megaupload Kim Schmitz haben die US-Behörden neue Vorwürfe erhoben. Schmitz soll von anderen Plattformen Daten kopiert haben und bei Megaupload zur Verfügung gestellt haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin “n-tv” auf seinem Internetportal.

Kopien von anderen Plattformen eingestellt

Nach Angaben des US-Justizministeriums soll Schmitz bei Plattformen wie YouTube kopiert haben, um dieses Material dann auf seiner eigenen Webseite zum Download anzubieten. Megaupload hatte angegeben 180 Millionen User zu haben. Demgegenüber stellte die US-Justiz klar, dass die Plattform über 66,6 Millionen registrierte User verfügte, von denen mehr als 90 Prozent Megaupload nur zum Download der vorhandenen Filme oder Songs nutzten. Das Nachrichtenmagazin berichtet, dass nur rund 5,8 Millionen User überhaupt jemals eigene Daten auf Megaupload hochgeladen hätten.

Ein User lud fast 17.000 Datensätze hoch

Nach Ermittlungen der US-Justizbehörden habe ein einzelner User über einen Zeitraum von rund sechs Jahren immer wieder gegen das Urheberrecht verstoßen und beliebte Hollywood-Filme hochgeladen. Diese seien von anderen Usern in erheblichem Umfang abgerufen worden. Insgesamt handelte es sich dabei um fast 17.000 hochgeladene Datensätze des einen Users. Die Behörden werfen den Betreibern von Megaupload vor, nicht gegen den User, der offensichtlich gegen das Urheberrecht verstieß, vorgegangen zu sein.

Schmitz wurde vor vier Wochen mit anderen Verantwortlichen in Neuseeland festgenommen. Unter anderem werden den Betreibern der Plattform Megaupload Geldwäsche und organisiertes Verbrechen vorgeworfen. Mit dem illegalen Filehoster soll ein Schaden von rund 500 Millionen US-Dollar entstanden sein.

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