Einer Pressemitteilung des Branchenverbandes Bitkom zufolge liegen deutsche Unternehmen im Bereich des E-Government hinter dem europäischen Durchschnitt zurück. Rund 67 Prozent aller deutschen Unternehmen setzen auf den Informationsaustausch mit Behörden über das Netz. Für Gesamteuropa liegt der Durchschnitt nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat bei 77 Prozent. In den Niederlanden und in Litauen nutzen sogar 95 Prozent aller Unternehmen die Möglichkeiten des E-Government.
Nach Ansicht von Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf kostet der zurückhaltende Einsatz von E-Government Wirtschaft und Staat eine Menge Geld. Er macht vor allem mangelnde Angebote für die restriktive Nutzung durch die Unternehmen verantwortlich.
Prozessdatenbeschleuniger soll für komfortablen Austausch sorgen
Seiner Ansicht nach ist der beim IT-Gipfel in München vorgestellte Prozessdatenbeschleuniger P23R ein Schritt in die richtige Richtung. Das Programm sorgt für einen effizienten und sicheren Datenaustausch zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Als technische Basis für Datenübermittlungen aller Arten ist P23R nach Ansicht des Branchenverbandes sehr gut geeignet.
Bürokratieaufwand senken
P23R soll die teilweise nur aus statistischen Gründen erforderlichen Meldevorgänge zwischen Unternehmen und Behörden deutlich vereinfachen. Damit würden die Kosten für den immer wieder anfallenden Bürokratieaufwand in den Unternehmen erheblich reduziert. Im Rahmen des IT-Gipfels wurde bekannt, dass in den Unternehmen jährlich mehr als 10.000 meldepflichtige Vorgänge bestünden, die zu Kosten in Höhe von insgesamt 50 Milliarden Euro führten. Neben einer Kostenersparnis würde das neue System den Unternehmen auch eine erhebliche Zeitersparnis bei den Meldevorgängen einbringen.

21. Februar 2012 - 