Richter lässt Kim Schmitz auf Kaution frei

Rund einen Monat nach seiner Festnahme in Neuseeland wurde der Megaupload-Betreiber Kim Schmitz gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gesetzt. Der zuständige Richter sah keine Fluchtgefahr, dass das gesamte Vermögen des Festgenommenen beschlagnahmt sei. Zwei andere Richter sahen dies anders und lehnten in den vergangenen Wochen Anträge auf Freilassung gegen Kautionszahlung ab.

Erhebliche Gründe in Neuseeland zu bleiben

Der Richter ging bei seiner Entscheidung davon aus, dass Schmitz Familie sowie sein gesamter Besitz in Neuseeland wäre und sah so keinen Anlass für Schmitz, das Land zu verlassen. Seiner Ansicht nach bestehe für Kim Schmitz ein erheblicher Grund in Neuseeland zu bleiben und um sein beschlagnahmtes Vermögen zu kämpfen.

Dabei erteilte er dem 38-jährigen Schmitz jedoch einige Auflagen. So muss dieser in seiner Villa in Auckland bleiben und darf diese auf keinen Fall ohne Genehmigung verlassen. Auch der Zugang zum Internet wurde ihm untersagt.

US-Behörden fordern Auslieferung

Drei andere Festgenommene wurden bereits in den vergangenen Wochen aus der Untersuchungshaft entlassen. Die US-Behörden fordern eine Auslieferung des Megaupload-Betreibers. Mit dem illegalen Filhoster soll Schmitz nach Angaben der US-Justiz den Rechteinhabern einen Schaden von 500 Millionen US-Dollar zugefügt haben. Nach Angaben der Behörden verdiente Schmitz im Jahr 2010 rund 42 Millionen US-Dollar mit dem Filhoster Megaupload. Das Geld wurde vor allem mit werbefreien Premium-Zugängen für zahlende Kunden und mit Werbung verdient.

Ähnliche Artikel

US-Behörden wollen Auslieferung von Kim Schmitz

Die US-Behörden haben die Auslieferung des in Neuseeland festgenommenen Megaupload-Betreibers Kim Dotcom alias Kim Schmitz beantragt.

Platzt der Megaupload-Prozess?Platzt der Megaupload-Prozess?

Der US-Prozess gegen die Betreiber der illegalen Filehoster-Plattform Megaupload könnte bereits an der Auslieferung der Täter scheitern.

Neue Vorwürfe gegen Megaupload-Betreiber Schmitz

Im Fall des vor vier Wochen in Neuseeland festgenommenen Betreibers der Internet-Plattform Megaupload Kim Schmitz haben die US-Behörden neue Vorwürfe erhoben.