Für eine angeblich genutzte Smartphone-App nimmt hat ein niederländisches Betrügerpaar unberechtigt Lastschriftabbuchungen von Konten vorgenommen. Die Polizeidienststellen in Lingen Mittelfranken warnen vor dem Kontenbetrug.
Lastschriftabbuchung in Höhe von 19,95 Euro
Die Abbuchungen erfolgen mit dem Hinweis “Mobile App”, Empfänger des Geldes ist ein gewisser Petrus Egidius Knabben. In der Regel wurden 19,95 Euro vom Konto der Betroffenen abgebucht, einige der Betroffenen besitzen nicht einmal ein Handy. In einem Forum der “Computerbild” haben sich inzwischen diverse Nutzer gemeldet, bei denen der Betrag abgebucht wurde. Unter den Diskussionsteilnehmern wird inzwischen auch eine rege Diskussion darüber geführt, wie die Betrüger an die Kontodaten der Betroffenen gekommen sein könnte.
Inzwischen hat die Polizei das Konto, auf das die Geldbeträge flossen, beschlagnahmt. Es wurde bei einem Lingener Kreditinstitut geführt. Berichten zufolge befand sich auf dem Konto ein Guthaben von rund 1,7 Millionen Euro. Rücklastschriften von Geschädigten zu Lasten des beschlagnahmten Kontos werden weiterhin zugelassen. Die Osnabrücker Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen den niederländischen Kontoinhaber Petrus Egidius Knabben sowie eine Frau aus Amsterdam eröffnet. Der 62-jährige Knabben und die 65-jährige Frau sollen bei der Eröffnung des Kontos eine fingierte Firmenadresse verwendet haben.
Sofortige Lastschriftrückgabe veranlassen
Viele der Betroffenen haben Anzeige wegen des Betrugs erstattet. Wie viele Kontoinhaber genau Opfer der Masche geworden sind, ist bisher noch nicht bekannt. Wer auf seinem Konto eine unberechtigte Lastschrift mit dem Vermerk “Mobile App” entdeckt, sollte diese sofort zurückgeben und eine Strafanzeige wegen Lastschriftbetrugs stellen.

22. Februar 2012 - 
