Das soziale Netzwerk Facebook gewährt seinen Nutzern einen größeren Einblick in die abgespeicherten Daten. Das Unternehmen teilte mit, dass ein User, der Informationen über seine Profildaten verlange künftig mehr Informationen als bisher erhält.
Vorschläge der irischen Datenschutzbehörde umgesetzt

Bereits seit zwei Jahren haben Facebook-Mitglieder die Möglichkeit, sich über die hinterlegten Daten zu informieren. Bisher wurden dem sozialen Netzwerk in diesem Bereich jedoch eine mangelhafte Transparenz und eine lückenhafte Information vorgeworfen. Nun hat das Unternehmen auf Vorschläge der irischen Datenschutzbehörde reagiert und einiges verbessert. Der Sitz von Facebook Europe befindet sich in Irland.
Am bisherigen Verfahren änderte Facebook nichts. Die Informationen werden über eine ZIP-Datei zu Download zur Verfügung gestellt. Nach Angaben des Unternehmens sollen die Änderungen nun schrittweise eingeführt werden. Facebook teilt mit, dass nun unter anderem auch vorherige Namen, unbestätigte Freundschaftsanfragen, IP-Adressen über die ein User sich angemeldet hat und einige weitere Daten zur Verfügung gestellt würden. Über die Funktion “Lade deine Informationen herunter” kann ein Facebook-User so alle gespeicherten Daten abfragen. Der Menüpunkt ist über die Kontoeinstellungen erreichbar. Der Versand der Daten benötigt einige Zeit und der User erhält eine Email, wann seine Daten zum Download bereitstehen.
Kritiker sind nicht zufrieden
Die Initiative “Europe versus Facebook” bemängelt einem Bericht der “Zeit” zufolge, dass von den insgesamt 84 Datenkategorien nunmehr erst insgesamt 39 für den User einsehbar gemacht werden. Nach Ansicht der Initiative sei Facebook aufgrund geltender Gesetze verpflichtet, einem User innerhalb von maximal 40 Tagen alle abgespeicherten Rohdaten zur Verfügung zu stellen.

